Kevin Brühlmann, Hoffnungsträger des Linksaussen-Journalismus, hat sich heillos vergaloppiert. Nach seinem Porträt der Zürcher Stadtratskandidatin Sonja Rueff-Frenkel im Tages-Anzeiger musste sich die Chefredaktion entschuldigen. Es seien «ungewollt antisemitische Klischees» bedient und die üblichen Qualitätsstandards nicht eingehalten worden. Auch hätten die Kontrollinstanzen nicht funktioniert. Der Autor Kevin Brühlmann beschuldigte sich wie in einem stalinistischen Schauprozess: Sein Artikel sei «missglückt», «komplett misslungen», «unsäglich». Es tue ihm leid, Menschen verletzt zu haben. Dabei sei er doch ein guter Mensch und habe schon in früheren Texten gegen A ...