Weltwoche: Herr Klarsfeld, kennen Sie die Ukraine und Russland?
Arno Klarsfeld: Leonid Breschnew lebte noch, als ich das letzte Mal in Russland war. Ich besuchte die Schwester meiner Grossmutter, die aus Bessarabien am Schwarzen Meer stammte. In kenne Russlands Küche und Kultur, liebe Dostojewski und hatte ein paar russische Freundinnen.
Weltwoche: Als Anwalt haben Sie die Hinterbliebenen der jüdischen Opfer im historischen Prozess gegen Maurice Papon vertreten. Ihre Eltern sind als «Nazi-Jäger» berühmt geworden. Wie erklären Sie sich die Bedeutung der Erinnerungskulturen in diesem Krieg?
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