Und die migranti? Wo sind die migranti?» Der Lagerchef hebt die Hand und winkt flüchtig in den Himmel. Letzte Woche seien sie haufenweise angekommen. Jetzt seien sie weg. Man habe alle registriert und weiterverteilt. Der Mann sieht aus wie ein Doppelgänger von Jürgen Drews, dasselbe schulterlange Vollhaar, der gleiche lässige Auftritt, bloss das Gesicht ist noch stärker von der Sonne gebräunt. Nein, mehr dürfe er ohne Bewilligung der questura, der örtlichen Polizeizentrale, nicht sagen, auch wenn es – «Dio mio» – viel zu erzählen gäbe.
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