Weltwoche: Herr Mosebach, wir wollen in die Tiefe gehen. Wie haben Sie Weihnachten als Kind wahrgenommen?
Martin Mosebach: Ich war ein grosser Weihnachtsfeierer. Die Erregung war stark, die Erwartung war ungeheuerlich. Und es war auch eine vollkommene Enttäuschungsresistenz da. Ich bestand eisern auf der genauen Einhaltung sämtlicher Weihnachtsrituale, die sich da bei uns zu Hause entwickelt hatten. Und es kamen eben immer Gäste zu uns zum Heiligabend. Es war also auch immer ein Fest, das über die Familie hinausging. Und es war für mich eigentlich der Inbegriff des Festes überhaupt.
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