Israelinnen habe ich immer schon bewundert. Bis zu meiner ersten Reise vor zwanzig Jahren ins Gelobte Land hatte ich nie welche leibhaftig gesehen. Doch schon in der Sonntagsschule hatte ich die komplexen Frauen aus dem Alten Testament – Deborah, die Richterin, Jael, die Killerin, Ruth, die erste Philosemitin – lieber gemocht als die reuigen Nutten und trauernden Mütter aus dem Neuen Testament. Das Buch «Exodus» dreht sich um die Taten von fünf Frauen. Der Talmud lehrt, das jüdische Volk sei aus Ägypten gerettet worden dank den Verdiensten rechtschaffener Frauen jener Zeit.
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