Paris
Sie wirkt erschöpft und abgekämpft. Marguerite Stern hat zwei turbulente Jahrzehnte hinter sich. Als Siebzehnjährige kam sie aus der Auvergne zum Studium nach Paris und erlebte die sexuelle Belästigung der Frauen im Pariser Schwarzenviertel Barbès und an der Universität in der Banlieue von Saint-Denis. Nach einem Jahr in Brüssel, wo alles noch schlimmer war, trat sie der militanten Feministinnengruppe Femen bei, die nach der Flucht der Anführerin Inna Schewtschenko aus der Ukraine in Paris neu begründet wurde. Zwischen 2012 und 2015 war sie an den spektakulärsten Aktionen der Gruppe beteiligt. In Tunesien verbrachte sie dafür einen Monat im Gefängnis. Das Marken ...