Vierzehn von zwanzig Flüchtlingen brechen in Deutschland ihre Ausbildung ab: Autohaus-Chef spricht über zehn Jahre Willkommenskultur
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Vierzehn von zwanzig Flüchtlingen brechen in Deutschland ihre Ausbildung ab: Autohaus-Chef spricht über zehn Jahre Willkommenskultur

Zehn Jahre nach Beginn der Flüchtlingskrise zieht der Chef eines mitteldeutschen Autohauses eine ernüchternde Bilanz: Von zwanzig Flüchtlingen, die im Autohaus Peter eine Lehre zum Kfz-Mechatroniker begannen, ist keiner geblieben. «Von insgesamt zwanzig Flüchtlingen ist keiner mehr da! Wir haben uns mehr erhofft, weil wir sehr viel Herzblut in das Projekt gesteckt haben», sagte Firmenchef Helmut Peter der Bild-Zeitung.

GREGOR FISCHER / KEYSTONE
epa04921694 Four men wait to be registered in front of a LaGeSo (State Office for Health and Social Services) container, at the refugee shelter in the former Schmidt-Knobelsdorf barracks in Berlin, Germany, 09 September 2015
GREGOR FISCHER / KEYSTONE

Peter, der 13.000 Autos im Jahr verkauft und Präsident des Thüringer KfZ-Verbandes ist, hatte im Herbst 2015 rund zwanzig jungen Männern aus Syrien, dem Irak und Eritrea eine Ausbildung angeboten. Die Abbrecherquote lag am Ende bei 70 Prozent – deutlich höher als im Gesamtdurchschnitt des Unternehmens (20 Prozent). Auch die sechs Absolventen verliessen das Unternehmen später.

Als Gründe nennt Peter unter anderem das Ausbildungssystem: «Viele wollen nicht drei Jahre lang für 700 oder 800 Euro Lehrlingsgeld arbeiten und noch für Prüfungen lernen. Die verzichten lieber auf den Abschluss und wechseln irgendwohin ans Fliessband, wo Ungelernte 1200 Euro bekommen.» Einige seien von einer Grossbäckerei abgeworben worden. Zusätzlich habe der Betrieb eine Deutschlehrerin finanziert und Integrationshilfen wie Vereinsmitgliedschaften organisiert.

Doch selbst diese Bemühungen fruchteten nicht. Viele der Auszubildenden hätten sich in die Städte abgesetzt, «weil sie ihre Kultur in Duisburg oder Bochum besser ausleben können als bei uns im kleinen Nordhausen».

Zur Politik von Bundeskanzlerin Merkel erklärte Peter: «Ich würde es wieder tun, obwohl ich damals bei Mitarbeitern und Kunden nicht nur auf Nächstenliebe gestossen bin. Aber ich würde die Flüchtlinge härter anfassen.» Wer hier leben wolle, müsse «unsere Kultur annehmen».

Laut Bundesagentur für Arbeit waren im Mai 2025 lediglich 41 Prozent der Menschen aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern erwerbstätig. Rechnet man Minijobs hinzu, sind es 47,6 Prozent. Fast die Hälfte der über fünf Millionen Bürgergeldempfänger in Deutschland hat keinen deutschen Pass.

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