Fünf Jahre hat unser Kolumnist Kurt W. Zimmermann in Budapest gelebt, bevor er vor kurzem wieder in die Schweiz zurückkehrte. Nach fünf Jahren glaubt er, die unergründliche ungarische Seele zumindest ein wenig verstanden zu haben. Die ungarische Seele pendelt stets zwischen Romantik und Realismus. Die Romantik im aktuellen Wahlkampf verkörpert Peter ÂMagyar, der Herausforderer von der Opposition. Er ist ein schillernder Neuling in der Politik und verspricht ein glorioses Ungarn im Schoss der EU. Den Realismus verkörpert Titelverteidiger Viktor Orbán. Er ist das alte Schlachtross und verspricht, den eigenständigen Weg Ungarns in Europa fortzusetzen. Magyar ist, was man wünscht, Or ...