US-Präsident Donald Trump hat das Ultimatum an den Iran zur Öffnung der Strasse von Hormus mutmasslich bis Dienstag verlängert und verschärft damit den Druck im eskalierenden Konflikt. Auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte er dazu lediglich den Hinweis: «Dienstag, 20.00 Uhr».
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Zuvor hatte Trump am Samstag erklärt, Teheran habe 48 Stunden Zeit, um die wichtige Meerenge wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Sollte dies nicht geschehen, drohten weitreichende militärische Konsequenzen. In einem weiteren Onlinebeitrag formulierte er seine Drohung ungewöhnlich scharf: «Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben – ihr werdet sehen! Gelobt sei Allah.»
Parallel dazu verschärft sich die Lage auf iranischer Seite. Ein enger Vertrauter der Führung in Teheran brachte eine Ausweitung der Seeblockade ins Spiel. Ali Akbar Welajati erklärte mit Blick auf mögliche US-Schritte: «Wenn das Weisse Haus daran denkt, seine dummen Fehler zu wiederholen, wird es schnell erkennen, dass der Fluss von globaler Energie und des Handels mit einem einzigen Signal unterbrochen werden kann.»
Im Zentrum steht die Kontrolle zentraler Handelsrouten. Durch die Strasse von Hormus wird rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gastransports abgewickelt. Die zusätzlich ins Spiel gebrachte Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer ist für etwa zwölf Prozent des Welthandels relevant. Eine gleichzeitige Blockade beider Engpässe hätte unmittelbare Folgen für Energiepreise, Lieferketten und die globale Schifffahrt.
Begleitet wird der Konflikt von anhaltenden militärischen Aktionen. Raketenangriffe, Drohneneinsätze und Luftschläge prägen die Lage in mehreren Ländern der Region. Die verlängerte Frist deutet darauf hin, dass beide Seiten Zeit gewinnen – oder sich auf eine weitere Eskalation vorbereiten.