Was kostet ein Asylbewerber den Steuerzahler?
Diese Frage taucht immer wieder auf, konnte bisher von den Behörden jedoch meist nicht konkret beantwortet werden.
Ein Vorstoss des Schwyzer Kantonsrats Jan Stocker (SVP) sorgt nun für etwas Transparenz. Zusammen mit vier Mitunterzeichnern wollte er von der Regierung wissen, welche Kosten Menschen verursachen, die einen Asylantrag gestellt haben.
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Die Antwort zeigt, dass für den Steuerzahler einiges zu stemmen ist. Pro Person verursachte ein Flüchtling in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 im Durchschnitt folgenden Aufwand: Insgesamt fielen für Gesundheitskosten (Arztkosten, Medikamente, Grundversicherungsprämie), Mietaufwand, Bildung, Bewachung und so weiter 33.189 Franken an – das entspricht 5531 Franken pro Monat.
Die Schwyzer Regierung betont in ihrer Antwort auf den Vorstoss von Stocker, das Amt für Migration habe in den letzten Jahren «stets mit einem Ertragsüberschuss abschliessen können». Grund dafür seien die Asylpauschalen des Bundes an den Innerschweizer Kanton.
Für den Steuerzahler ist das jedoch ein schwacher Trost. Er zahlt die Zeche trotzdem – unabhängig davon, aus welchem Topf (Bund, Kanton oder Gemeinde) das Geld letztlich stammt.