Filippo Attili/Chigi Palace PR/Keystone
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni reist in den Nahen Osten, um die Energieversorgung ihres Landes zu sichern. Sie erklärte, sie handle, um «zu garantieren, dass Italien Zugang zu den Energiequellen hat, die es braucht».
Die Reise führt Meloni nach Saudi-Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Laut dem Nachrichtenmagazin Politico wurde der Besuch aus Sicherheitsgründen zunächst geheim gehalten und gilt als direkte Reaktion auf die Folgen des Iran-Kriegs. Italien ist stark von Energieimporten aus der Golfregion abhängig. Rund 15 Prozent des Ölbedarfs stammen von dort. Steigende Preise haben die Regierung bereits zu Entlastungsmassnahmen gezwungen, darunter ein Paket von rund 900 Millionen Euro zur Senkung der Treibstoffkosten.
Mit der Reise verfolgt Rom einen eigenständigen Kurs. Während Brüssel noch nach einer gemeinsamen Antwort auf die Energiekrise sucht, setzt Meloni auf direkte Abkommen mit Produzentenstaaten. Die Mission verbindet politische Signale der Zusammenarbeit mit handfesten wirtschaftlichen Interessen.