Nach einem Treffen des deutschen Kanzlers mit der Schweizer Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter in Berlin melden Medien, Merz wolle der Schweiz helfen. Diese habe im Kanzleramt einen neuen Verbündeten.
Merz bot an, bei Verhandlungen um die US-Zölle «auch die Schweiz einzubeziehen». Weiter betonte er, er halte Genf für einen «geeigneten Standort» für ein Gipfeltreffen zwischen Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj.
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Wie sind diese Aussagen einzuschätzen?
Nun, es ist natürlich immer angenehm, wenn ein freundlicher Ton herrscht, auch im internationalen Umgang. Aber klar ist auch: Die Schweiz muss schon selbst verhandeln, das will, kann und soll sie auf keinen Fall auslagern.
Was die Wahl des Orts für ein Treffen des ukrainischen und des russischen Präsidenten betrifft, ist weder sicher, ob ein solches Treffen überhaupt in absehbarer Zeit stattfinden wird, noch wird der deutsche Kanzler entscheiden können, wo es stattfindet, falls es stattfindet.
Schliesslich meinte Merz, er wünsche sich für Deutschland wie auch für die EU eine «möglichst enge Zusammenarbeit» mit der Schweiz. Definitiv hier muss es einem dämmern, dass vor der Umarmung des Kanzlers gewarnt werden muss: Er möchte die Eidgenossenschaft in die Fänge Brüssels treiben. Auf diese Art von Hilfe können wir gerne verzichten.