AfD-Chefin Alice Weidel kritisiert die USA für ihr Vorgehen im Iran-Krieg und fordert eine Rückkehr zu Energieimporten aus Russland. Dies sagte sie bei einem Pressestatement in Berlin.
«Dass jetzt Hilfe angefordert wird, das lässt vermuten, dass man da recht konzeptlos in diesen Einsatz reingegangen ist. Das hätte man sich mal vorher überlegen sollen», erklärte Weidel. Sie bezog sich auf eine Aufforderung von US-Präsident Donald Trump an Nato-Verbündete, bei der Sicherung von Öltransporten in der Strasse von Hormus zu helfen. Trump hatte laut einem Interview erklärt, ohne Unterstützung sehe es «sehr schlecht» für die Zukunft der westlichen Allianz aus.
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Weidel sieht in einer Beteiligung der Nato eine Abkehr vom Verteidigungsauftrag. «Das hiesse, dass, wenn ein Mitgliedsstaat einen anderen Staat angreift, andere Staaten beistehen müssen, das halte ich für ziemlich abenteuerlich», sagte sie. Eine Beistandspflicht bestehe aus ihrer Sicht nicht.
Die AfD hat nach eigenen Angaben früh vor einer Eskalation gewarnt. «Offensichtlich haben sich auch die Amerikaner über eine Exit-Strategie hier nicht Gedanken gemacht, wie das da eigentlich weitergehen soll», so Weidel weiter.
Mit Blick auf steigende Energiepreise forderte sie ein Ende der CO2-Bepreisung, einen Stopp von Subventionen für Wind- und Solarenergie sowie eine Rückkehr zur Kernkraft. Zudem sprach sie sich für Verhandlungen mit Russland über die Wiederaufnahme von Öl- und Gaslieferungen aus. «Weder die Weltwirtschaft noch Deutschland können vor dem Hintergrund der explosiven Lage am Persischen Golf auf Dauer auf den Bezug von Rohstoffen und Energieträgern aus Russland verzichten.»