Die neueste Wählerumfrage aus Sachsen-Anhalt ist spektakulär. Demnach klettert die AfD ein Jahr vor den Landtagswahlen auf 39 Prozent, die CDU landet bei 27 Prozent. Noch im Juni war die Kirche aus Sicht der Christlich-Demokraten im Dorf gewesen: CDU 34, AfD 30 Prozent.
Der Sprung der AfD ist enorm: fast 20 Prozentpunkte seit den letzten Wahlen. Auch in anderen Ost-Bundesländern hat die Alternative die Nase vorn. Ostdeutschland ist AfD-Land.
Die «Schock-Umfrage» (Ntv) kann man sicher nicht allein mit der lokalen Lage erklären. Auch die nationale Politik färbt ab. Eigentlich sollte die traditionell starke CDU in Sachsen-Anhalt Rückenwind von CDU-Kanzler Friedrich Merz spüren. Stattdessen bläst ihr aus Berlin ein bissiger Gegenwind ins Gesicht.
Die neuesten Umfrageergebnisse sind eine Quittung für das anhaltende Versagen der Altparteien. Die versprochene Politikwende bleibt aus. Zuwanderung und Kriminalität machen den Leuten Angst. Die Sicherheit ist weg. Die deutsche Wirtschaft lahmt.
Und trotzdem verschliessen die Altparteien weiter die Augen. In Orten wie Köln verbieten sie sich sogar, das beherrschende Thema «Migration» überhaupt zum Thema zu machen. Sie wollen offenbar so lange an ihrer «Brandmauer» festhalten, bis diese zusammenstürzt und sie unter ihr begraben werden.