Die AfD bereitet sich mit einer eigenen «Arbeitsgruppe Regierungsbeteiligung» auf mögliche Machtübernahmen in ostdeutschen Bundesländern vor. Der Bundesvorstand beschloss, das neue Gremium mit einem Budget von 185.000 Euro auszustatten, berichtet die Bild-Zeitung. Ziel sei es, organisatorische, juristische und strategische Vorbereitungen für eine Regierungsbeteiligung zu treffen.
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Im Superwahljahr 2026 stehen in Sachsen-Anhalt am 6. September und in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September Landtagswahlen an. In beiden Ländern liegt die AfD in Umfragen bei rund 40 Prozent und hofft auf eine absolute Mehrheit der Mandate.
Die Arbeitsgruppe soll laut Bericht aus zwei Vollzeitstellen bestehen, darunter ein Volljurist. Sie werde Personal- und Strukturplanungen übernehmen und mögliche juristische Auseinandersetzungen vorbereiten. Die Parteiführung rechne im Fall einer Regierungsübernahme mit massiver politischer und juristischer Gegenwehr sowie mit Protesten linksextremer Gruppen. Das Gremium soll daher auch Schutz- und Abwehrstrategien entwickeln.