Mit einer Unterschriftensammlung wehren sich die Geschäftsinhaber und Gewerbetreibenden in Vevey gegen ihre Stadtbehörden. Mit ihren Namen bekräftigen sie, die örtlichen Autoritäten bei den Wahlen von 2026 nicht mehr zu unterstützen.
Die Geschäfte kämpfen seit längerem mit Problemen der Erreichbarkeit der Stadt. Die Zufahrtstrassen sind ungeeignet, viele gesperrt und mit Tempo-30-Zonen behindert. Baustellen blockieren die Strassen und halten Kunden davon ab, in die Innenstadt zu kommen. Parkplätze wurden systematisch abgebaut, die Anlieferungen behindert.
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Dafür sausen ständig Fahrräder und Roller durch die Fussgängerzonen, was die Fussgänger gefährdet. Verkehrsregeln werden überhaupt nicht mehr eingehalten. Es herrscht ein aggressives Verhalten, der öffentliche Raum wird beschädigt und mit Abfallbergen belastet. Belästigungen und Diebstahl – so der Verwurf – blieben in Vevey ungestraft.
Die Geschäfte und Betriebe in Veveys Innenstadt haben auch vom Drogenhandel genug. Es gibt Gebiete, die völlig unsicher geworden sind und dem Image der Innenstadt schaden. Die Zahl der Dealer steigt unaufhörlich. Dazu kommt ein aggressives Betteln. Das schreckt die Kunden ab und vertreibt sie zunehmend aus Vevey. Es mangelt an elektronischer und physischer Überwachung zur Gewährleistung der Sicherheit im öffentlichen Raum.
Deshalb sagen jetzt viele Gewerbler in Vevey «Nein zur aktuellen Politik». Die Linken regieren die Stadt von über 20.000 Einwohnern am Genfersee mit deutlicher Mehrheit.