Als einziges EU-Land: Griechenland erlaubt 13-Stunden-Arbeitstage
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Als einziges EU-Land: Griechenland erlaubt 13-Stunden-Arbeitstage

Trotz Streiks und Proteste hat das griechische Parlament ein neues Arbeitsgesetz verabschiedet, das unter bestimmten Bedingungen tägliche Arbeitszeiten von bis zu 13 Stunden erlaubt. Die Regierung rechtfertigt das Gesetz mit dem Ziel, den Arbeitsmarkt an «moderne Realitäten» anzupassen. Kritiker sprechen dagegen von einem «arbeitsrechtlichen Rückfall ins Mittelalter».

ORESTIS PANAGIOTOU / KEYSTONE
epa12452646 Protesters take part in a protest march held as part of a 24-hour nationwide general strike, in Athens, Greece, 14 October 2025
ORESTIS PANAGIOTOU / KEYSTONE

Laut der BBC gilt die Neuregelung nur für den Privatsektor und darf höchstens an 37 Tagen im Jahr angewendet werden. Die Regierung betont, dass eine Ausdehnung der Arbeitszeit nur freiwillig und mit 40 Prozent Lohnzuschlag möglich sei. Gleichzeitig soll die Ablehnung von Überstunden nicht zur Kündigung führen dürfen.

Die oppositionelle Syriza-Partei bezeichnete das Gesetz als «gesetzgeberisches Monstrum» und enthielt sich bei der Abstimmung. Die sozialdemokratische Pasok stimmte dagegen. Arbeitsministerin Niki Kerameus erklärte hingegen, das Gesetz orientiere sich an den Vorgaben der EU-Arbeitszeitrichtlinie, die im Jahresdurchschnitt eine 48-Stunden-Woche erlaubt.

Griechen arbeiten laut Eurostat mit durchschnittlich 39,8 Wochenstunden damit am längsten in der EU – bei vergleichsweise niedrigen Löhnen. Der Mindestlohn lag Anfang 2025 bei 968 Euro im Monat, die Arbeitslosigkeit betrug zuletzt 8,1 Prozent.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.