«Amerika, wir haben ein Mathe-Problem»: Harvard-Professor zerpflückt Donald Trumps Zahlensalat
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«Amerika, wir haben ein Mathe-Problem»: Harvard-Professor zerpflückt Donald Trumps Zahlensalat

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«Amerika, wir haben ein Mathe-Problem»: Harvard-Professor zerpflückt Donald Trumps Zahlensalat
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Aussagen von US-Präsident Donald Trump über wirtschaftliche Erfolge und politische Massnahmen stehen laut einem Mathematiker der Harvard University im Widerspruch zu grundlegenden mathematischen Regeln. Der Mathematiker Aubrey Clayton kritisierte unlängst in der New York Times, mehrere Behauptungen der Regierung seien «mathematisch unmöglich».

Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
US-Präsident Donald Trump.
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Clayton: «Amerika, wir haben ein mathematisches Problem.» Mehrere von Trump oder dessen Regierung verbreitete Zahlen würden nicht nur faktisch fragwürdig sein, sondern bereits rechnerisch keinen Sinn ergeben.

So wiederholte Trump in seiner Rede zur Lage der Nation am 24. Februar die Aussage: «Die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente sind um bis zu 600 Prozent gesenkt worden.» Eine Senkung um 100 Prozent würde den Preis bereits auf null reduzieren. Bei einer Senkung um 600 Prozent müssten Pharmafirmen den Patienten Geld auszahlen. Trump habe zudem mehrmals versprochen, Medikamentenpreise sogar um bis zu 1500 Prozent zu senken.

Auch eine andere Aussage des Präsidenten weist laut Clayton extreme Grössenordnungen auf. Trump erklärte wiederholt: «Die Zölle und andere Massnahmen haben in den USA zu 18 Billionen Dollar an neuen Investitionen geführt.» Diese Summe entspreche mehr als der Hälfte der gesamten jährlichen Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten und übersteige die Investitionsdynamik selbst in historischen Boomphasen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Weitere Beispiele betreffen Angaben aus der Regierung. Das US-Heimatschutzministerium erklärte, es könne «hundert Millionen Menschen deportieren». Laut Clayton entspricht dies etwa dem Doppelten aller Einwanderer im Land und liege weit ausserhalb plausibler Grössenordnungen.

Auch die frühere Justizministerin Floridas und heutige US-Generalstaatsanwältin Pam Bondi geriet in die Kritik. Sie sagte, Beschlagnahmungen der Droge Fentanyl hätten «119 Millionen Amerikanern das Leben gerettet», später korrigierte sie die Zahl auf 258 Millionen.

Clayton warnt, der politische Umgang mit Zahlen untergrabe die Grundlage öffentlicher Debatten. «Dieser Missbrauch entzieht dem öffentlichen Diskurs die Basis», schrieb er. Wer solche Zahlen nicht hinterfrage, dem könne ein «Auffrischungskurs in grundlegender Mathematik» helfen.

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