Ein 23-jähriger Landschaftsgärtner hat vor dem Landgericht Hechingen Brandanschläge auf Nachbarn gestanden. Dies berichtete die Bild-Zeitung beim Prozessauftakt am 30. März. Die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart wirft dem Angeklagten versuchten Mord vor.
Nach Angaben der Anklage stellte der Mann mehrere Molotowcocktails aus Bierflaschen und Benzin her. Anschliessend soll er zunächst das Auto der Lebensgefährtin eines AfD-Wählers in der Nachbarschaft in Brand gesetzt haben. Der betroffene Mann sagte vor Gericht: «Ich bin barfuss zum brennenden Auto geeilt und habe es mit einem Gartenschlauch gelöscht. Dabei habe ich mir die Füsse verbrannt.»
TOM WELLER / KEYSTONE
Danach soll der Angeklagte einen Brandsatz gegen das Wohnhaus eines Unternehmers und früheren AfD-Kommunalpolitikers geworfen haben. Die Flasche prallte laut Anklage von der Fensterscheibe ab. Während des Vorfalls befanden sich mehrere Personen im Gebäude.
Die Staatsanwaltschaft führt die Tat auf eine linksextremistische Motivation zurück. Der Angeklagte erklärte laut Verteidigung: «Ich bedaure meine Taten aufrichtig. Ich schäme mich dafür, was ich getan habe.» Zudem gab er an: «Eine konkrete Vorstellung, dass Menschen ums Leben kommen könnten, hatte ich nicht.»
Der Beschuldigte begründete sein Handeln mit Wut auf die AfD sowie Alkoholkonsum. Ein Urteil wird für den 14. April 2026 erwartet.