Ein Anschlag erschüttert das russische Militär: Der hochrangige Offizier Jaroslaw Moskalik ist bei einer Explosion in Balaschicha, einer Stadt rund zwanzig Kilometer östlich von Moskau, ums Leben gekommen. Das berichten unter anderem das russische Portal Mash sowie Reuters.
Laut Angaben der Ermittler wurde Moskalik, stellvertretender Leiter der Hauptoperationsdirektion des russischen Generalstabs, durch die Detonation einer ferngezündeten Autobombe getötet. Die Explosion ereignete sich gegen 10.40 Uhr Ortszeit in einem geparkten VW Golf, als der General das Fahrzeug passierte. Die Wucht der Detonation war so stark, dass der Offizier mehrere Meter weit geschleudert wurde und Fensterscheiben der umliegenden Gebäude zu Bruch gingen.
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Die Bombe war laut dem polnischen Portal Forsal mit rund 300 Gramm TNT sowie Granatsplittern bestückt. Bereits 200 Gramm gelten als tödlich. Interia berichtet zudem, dass Moskalik möglicherweise seit Monaten von den Tätern observiert worden war. Hinweise deuten darauf hin, dass der Sprengsatz gezielt auf seiner Wegstrecke platziert wurde.
Moskalik galt als erfahrener Militärstratege, schreibt die Bild-Zeitung. Nach der Annexion der Krim 2014 nahm er 2015 an Gesprächen mit der Ukraine in Paris teil und war zudem in der Syrien-Operation involviert. 2021 wurde er von Präsident Wladimir Putin zum Generalleutnant ernannt.
Die Täter sind bislang nicht identifiziert. Der Hintergrund des Anschlags bleibt offen.