Nach dem brutalen Angriff auf einen orthodoxen Juden in Zürich fordert Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos) die sofortige Ausschaffung des Täters. Der 40-jährige Kosovare hatte am Montagabend in der Manessestrasse einen 26-jährigen Mann mit antisemitischen Parolen beleidigt und mit Faustschlägen attackiert. Die NZZ berichtet. Erst das beherzte Eingreifen mehrerer Passanten stoppte die Tat. Die Stadtpolizei nahm den Mann fest.
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«Der Angriff auf einen jüdischen Mitbürger erfüllt mich mit Abscheu», erklärte Fehr der NZZ. «Der kosovarische Täter muss die Schweiz rasch verlassen – seitens des Kantons werden wir uns dafür bei den zuständigen Stellen einsetzen.» Der Mann sei vorbestraft, habe keinen festen Wohnsitz in der Schweiz und sei polizeibekannt – wenn auch bislang nicht wegen vergleichbarer Delikte.
Das Opfer erlitt leichte Verletzungen und steht laut dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG) unter Schock. Für den SIG ist klar: Der Vorfall reiht sich ein in eine zunehmende Welle antisemitischer Übergriffe seit dem Terrorangriff der Hamas im Oktober 2023. Laut Antisemitismusbericht 2024 ziehen inzwischen 28 Prozent der jüdischen Bevölkerung in der Schweiz eine Auswanderung in Betracht.
Fehr betonte: «Antisemitismus darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben – er darf in keiner Form toleriert werden.»