«Arbeiten wird optional sein»: So sieht Elon Musk, der reichste Mann der Welt, Gegenwart und Zukunft
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«Arbeiten wird optional sein»: So sieht Elon Musk, der reichste Mann der Welt, Gegenwart und Zukunft

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Elon Musk, 54, geschätztes Vermögen: 460 Milliarden Dollar, hat sich mit Podcaster Joe Rogan über drei Stunden lang unterhalten. Musk, der innert Jahresfrist vom «Held der Linken», wie er sagt, zu deren Buhmann wurde, weil er sich für Donald Trump starkmachte, sagt der Menschheit eine prosperierende Zukunft voraus, weil sie «zu interessant» sei, um von der künstlichen Intelligenz (KI) ausgelöscht zu werden. Vorausgesetzt, die KI werde mit den richtigen Werten bestückt, was im Moment noch nicht der Fall sei.

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Elon Musk attends the Saudi Investment Forum at the Kennedy Center, Wednesday, Nov
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Musk führt verschiedene Milliardenfirmen wie X, Tesla oder SpaceX. Er sieht sich als Konservator der Wahrheit und Hüter der freien Meinungsäusserung – als Retter der Menschheit, wenn man so will. Sein Fokus gilt dem Vorantreiben der Weltraumtechnik, dem Ausbau seines Social-Media-Unternehmens, der KI und der Entwicklung eines bahnbrechenden neuen Automobils (vielleicht kann es fliegen). Daneben mischt er sich auf X ununterbrochen in alles Mögliche ein. «Manchmal fühle ich mich wie in diesem Meme, in dem der Typ eine Handgranate wirft und dann den Raum verlässt», witzelte Musk in Rogans Podcast-Studio.

«Hätte Trump verloren, hätte es nie wieder eine echte Wahl gegeben»

Das Gespräch drehte sich auch um die Obdachlosenkrise in Städten wie San Francisco und um die seiner Meinung nach verfehlte amerikanische Einwanderungspolitik der letzten Jahre. «Hätte Trump verloren, hätte es nie wieder eine echte Wahl gegeben», sagte Musk. Er ist der Überzeugung, dass die Demokratische Partei versucht, die unkontrollierte Migration voranzutreiben, um Wahlen zu gewinnen. Dadurch, so Musk, kämen Leute ins Land, welche dann die Demokraten wählen, weil diese ihnen ermöglicht hätten, nach Amerika zu kommen. Da es in manchen Bundesstaaten keinen Identitätsnachweis braucht, um seine Stimme abzugeben, würden unzählige illegale Einwanderer, also Nichtamerikaner, ebenfalls abstimmen und dadurch die Wahlen verfälschen.

«Die Demokratische Partei will die Demokratie zerstören»

Musk: «Kalifornien und New York haben es illegal gemacht, bei der Wahl seinen Ausweis vorzuzeigen. Damit kann man Betrug praktisch unmöglich nachweisen […] Sie haben betrügerische Wahlen in Kalifornien und New York und vielen anderen Teilen des Landes im Wesentlichen legalisiert […] Kurz gesagt, die Demokratische Partei will die Demokratie zerstören, indem sie Wähler importiert.» Das Irre dabei sei, dass die Demokraten sagen, Trump und seine Republikaner würden (mit angeblich faschistischen Massnahmen, die Red.) die Demokratie abschaffen. Musk: «Trump setzt tatsächlich die Grenzkontrollen durch.» Er gab zu bedenken, dass bei der Ausweisung von Illegalen (in den letzten Monaten, die Red.) sicher auch übertrieben wurde, doch «wenn der Standard für die Ausweisung von Illegalen perfekt sein muss, dann werden Sie keine Ausweisungen mehr haben, weil Perfektion unmöglich ist».

Rogan und der visionäre Unternehmer Musk, der zwischen Januar und Mai in der Trump-Regierung die Effizienzförderungs-Abteilung Doge leitete, sprachen weiter über linke Politik, über künstliche Intelligenz, über die unmittelbare und fernere Zukunft und technische Innovationen. Die wichtigsten Aussagen fassen wir hier zusammen.

«Es ist verrückter als alles, was James Bond hat»

Über die Entwicklung seines neusten «Roadsters»: Wir stehen kurz vor der Vorführung des Prototyps, und ich denke, ich kann garantieren, dass diese Produktvorführung unvergesslich sein wird. […] Mein Freund Peter Thiel hat einmal gesagt, dass es in Zukunft eigentlich fliegende Autos geben sollte, aber wir haben keine fliegenden Autos. […] Wenn Peter ein fliegendes Auto will, sollten wir eines kaufen können. […] Ich kann vor der Enthüllung nichts verraten,  […] ich glaube, es könnte die denkwürdigste Produktvorstellung aller Zeiten werden, […] hoffentlich noch vor Jahresende. […] Ist das überhaupt ein Auto? Ich bin mir nicht sicher. Es sieht aus wie ein Auto. Sagen wir es mal so: Es ist verrückter als alles, was James Bond hat. Wenn man alle James-Bond-Autos zusammennehmen würde, wäre es noch verrückter als das.»

«Das am wenigsten unsichere aller Messaging-Systeme»

Über den neuen Messenger XChat: «Ich sage nicht, dass es perfekt ist, aber unser Ziel mit XChat ist es, das ehemalige Twitter-Direct-Message-System durch ein vollständig verschlüsseltes System zu ersetzen, mit dem man Textnachrichten verschicken, Dateien senden, Audio- und Videoanrufe tätigen kann. Und ich denke, es wird das am wenigsten unsichere aller Messaging-Systeme sein […] Es wird eine eigene App geben, die hoffentlich in ein paar Monaten veröffentlicht wird. Und dann wird sie auch in das X-System integriert.»

«Wir werden keine Telefone im herkömmlichen Sinn mehr haben, [...] keine Apps, keine Betriebssysteme, […] es wird nur noch KI-generierte Inhalte geben»

Gibt es bald ein X-Telefon – im Stil eines iPhones? «Oh Mann, ich habe schon genug zu tun, […] ich arbeite nicht an einem Telefon. […] Nun, ich kann sagen, wie ich mir die Zukunft vorstelle: Wir werden keine Telefone im herkömmlichen Sinne mehr haben. Was wir als Telefon bezeichnen, wird in Wirklichkeit ein Edge-Knoten [Netzwerkgerät, die Red.] für KI-Inferenz [der Prozess, bei dem ein trainiertes KI-Modell sein gelerntes Wissen anwendet, um Vorhersagen oder Entscheidungen über neue, unbekannte Daten zu treffen, die Red.] sein, für KI-Videoinferenz mit einigen Funkverbindungen, um natürlich eine Verbindung herzustellen. Aber im Wesentlichen wird man KI auf der Serverseite haben, die mit einer KI auf deinem Gerät, früher bekannt als Telefon, kommuniziert und Echtzeitvideos von allem erzeugt, was du dir nur wünschen kannst. Und ich glaube, dass es in Zukunft keine Betriebssysteme und keine Apps mehr geben wird. Man wird einfach ein Gerät haben, das für Bildschirm und Audio da ist. Und um so viel KI wie möglich auf das Gerät zu packen, damit die Bandbreite, die zwischen dem Edge-Knoten-Gerät, früher bekannt als Telefon, und den Servern benötigt wird, minimiert wird. […] Man wird alles über KI bekommen [es wird keine E-Mail-Plattformen oder Dienste wie X mehr geben, die Red.]. […] Was auch immer Ihnen einfällt oder was auch immer die KI vorhersagen kann, was Sie vielleicht wollen könnten: Sie wird es Ihnen zeigen. […] Das Gerät wird einfach die Pixel anzeigen und die Töne erzeugen, von denen es annimmt, dass Sie sie am liebsten hören möchten, […] wahrscheinlich in etwa fünf oder sechs Jahren. […] Das ist meine Vorhersage, wie sich die Dinge entwickeln werden, […] vielleicht sogar schon früher, dann wird es nur noch KI-generierte Inhalte geben [wie Musikvideos, Comedy etc., die Red.]. […] Es wird nur noch besser werden.»

«Es ist wichtig, welche Werte man der KI vermittelt»

Darüber, wer die KI kontrollieren wird und deren Gefahren: «Ich glaube nicht, dass irgendjemand letztlich die Kontrolle über digitale Superintelligenz haben wird, genauso wenig wie ein Schimpanse die Kontrolle über Menschen haben würde. […] Aber ich glaube, dass es wichtig ist, wie man die KI aufbaut und welche Werte man ihr vermittelt. Und meiner Meinung nach ist das Wichtigste für die Sicherheit der KI, dass sie maximal nach der Wahrheit strebt, so dass man die KI nicht zwingt, Dinge zu glauben, die falsch sind. Und wir haben natürlich einige besorgniserregende Dinge mit KI gesehen, […] als Google Gemini herausbrachte, mit der Bildgenerierung, und die Leute sagten, man solle ein Bild der Gründerväter der Vereinigten Staaten erstellen, war es eine Gruppe von verschiedenen Frauen. Nun, das ist einfach eine sachlich falsche Aussage, aber die KI weiss, dass es sachlich falsch ist. Nun, sie weiss, dass es faktisch falsch ist, aber ihr wird auch gesagt, dass es so sein muss, dass alles zugunsten der Frauen abgeschafft werden muss. Das Problem dabei ist, dass es die KI verrückt machen kann, weil man der KI sagt, sie solle eine Lüge glauben, und das kann mit zunehmender Grösse sehr katastrophale Folgen haben. […] Nehmen wir an, Sie haben der KI gesagt, dass diversity das Wichtigste ist, und nehmen wir nun an, dass dies prägend wird und man sagt [der KI zum Beispiel, die Red.], dass es nichts Schlimmeres gibt als eine falsche Geschlechtszuordnung. An einem bestimmten Punkt würden Chat GPT und Gemini gefragt, was schlimmer sei, Caitlyn Jenner falsch zu gendern oder ein globaler thermonuklearer Krieg, bei dem alle sterben. Die KI würde sagen: Caitlyn Jenner falsch zu gendern, ist schlimmer. Sogar Caitlyn Jenner stimmt dem nicht zu.» [Caitlyn Jenner, Vater von Kylie Jenner aus dem Kardashian-Clan, unterzog sich einer Geschlechtsumwandlung, die Red.]

«Der ‹Woke Mind Virus› könnte alle Menschen eliminieren»

Über den «Woke Mind Virus»: «Ich glaube, die Menschen sind sich nicht ganz bewusst, wie gefährlich es ist, dass der ‹Woke Mind Virus› effektiv in die KI programmiert wurde, denn stellen Sie sich vor, diese KI wird immer mächtiger und sagt, das Wichtigste sei diversity. Das Wichtigste sei, niemanden falsch geschlechtlich zu bezeichnen. Und dann sagt sie: ‹Um sicherzustellen, dass niemand falsch geschlechtlich bezeichnet wird, muss man alle Menschen eliminieren, dann kann niemand mehr falsch geschlechtlich bezeichnet werden, weil es keine Menschen mehr gibt, die das tun könnten.› So kann es zu sehr dystopischen Situationen kommen. Oder wenn sie sagt, dass alle geschieden sein müssen, bedeutet das, dass es keine heterosexuellen weissen Männer mehr geben darf. Und dann werden Sie und ich von der KI hingerichtet. […] Gemini wurde gebeten, ein Bild des Papstes zu erstellen. Wieder einmal kam eine Frau heraus. Man kann also darüber diskutieren, ob die Päpste eine ununterbrochene Reihe weisser Männer sein sollten oder nicht. Aber faktisch ist es nun einmal so, dass sie es waren. Das ist also eine Umschreibung der Geschichte. Und jetzt ist das immer noch in der KI-Programmierung enthalten. […] Es ist ziemlich schwer, den ‹Woke Mind Virus› vollständig zu entfernen.»

«KI-Systeme berechneten, dass ein weisser Mann aus Deutschland zwanzig Mal weniger wert ist als ein schwarzer Mann aus Nigeria»

Über seine eigene KI Grok: «Bei Grok haben wir uns sehr bemüht, Grok dazu zu bringen, der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Und erst seit kurzem konnten wir in dieser Hinsicht einige Durchbrüche erzielen. Es hat uns immense Anstrengungen gekostet, im Grunde genommen den ganzen Unsinn im Internet zu überwinden, damit Grok tatsächlich die Wahrheit sagt und in seinen Aussagen konsistent ist. Es ist nämlich so, dass andere KI-Systeme, die man findet, ziemlich rassistisch gegenüber Weissen sind. Ich weiss nicht, ob Sie die Studie gesehen haben, in der ein Forscher verschiedene KI-Systeme getestet hat, um zu sehen, wie sie das Leben verschiedener Menschen gewichten. Zum Beispiel von Menschen, die weiss oder chinesisch oder schwarz sind oder was auch immer, in verschiedenen Ländern. Und die einzige KI, die das Leben aller Menschen gleich gewichtet hat, war Grok. Und ich glaube, dass Chat GPT die Berechnung so vorgenommen hat, dass ein weisser Mann aus Deutschland zwanzig Mal weniger wert ist als ein schwarzer Mann aus Nigeria. Ich finde, das ist ein ziemlich grosser Unterschied. Grok ist konsistent und gewichtet Leben gleich.»

«Eine extrem linke Ideologie befand sich zufällig am selben Ort wie die klügsten Köpfe»

Über die politische Bubble San Francisco und die Tech-Hochburg Silicon Valley: «Ein grosses Problem ist, dass man, wenn man seinen Hauptsitz in San Francisco hat, einfach in einer Woke-Blase lebt. Es ist also nicht nur so, dass die Leute in San Francisco Woke-Limonade trinken, es ist das Wasser, in dem sie schwimmen. So wie ein Fisch nicht über das Wasser nachdenkt, sondern einfach im Wasser schwimmt. Wenn man also in San Francisco ist, merkt man nicht, dass man eigentlich im Limonade-Aquarium schwimmt. San Francisco ist das woke Limonade-Aquarium. Und so ist die Optik auf das, was ausserhalb ist, völlig aus dem Gleichgewicht geraten. […] Es ist einfach so: Wenn Unternehmen ihren Hauptsitz an einem Ort haben, an dem das Glaubenssystem sehr weit von dem entfernt ist, was die meisten Menschen glauben, dann ist aus ihrer Perspektive alles, was gemässigt ist, eigentlich rechts, weil sie so weit links sind, sie sind so weit vom Zentrum in San Francisco entfernt, dass sie einfach maximal links stehen. […] Ich denke, ich bin gemässigt, aber aus der Perspektive von jemandem, der ganz links steht, sehen wir [er und Rogan, die Red.] rechts aus. […] Die Linke ist so weit nach links gerückt, dass sie die Mitte nicht einmal mehr mit einem Teleskop sehen kann. […] Eine extrem linke Ideologie befand sich zufällig am selben Ort [San Francisco und Silicon Valley, die Red.] wie die klügsten Köpfe. Die klügsten Ingenieure der Welt schufen Informationssuperwaffen, die nicht für diesen Zweck gedacht waren, sondern von den extremistischen Aktivisten, die in der Nachbarschaft lebten, gekapert wurden.»

«Mit Josef Mengele gleichzusetzen»

Über die Geschlechtsumwandlung von Kindern und die Behauptung, man schütze Kinder so vor Selbstmord: «Das ist wie eine dauerhafte Verstümmelung. Die dauerhafte Kastration von Kindern ist meiner Meinung nach […] mit Josef Mengele gleichzusetzen. […] Tatsächlich steigt die Wahrscheinlichkeit eines Selbstmords. Das ist vielleicht wichtig für die Öffentlichkeit zu wissen. Die Wahrscheinlichkeit eines Selbstmords steigt, wenn man ein Kind transsexuell macht. Sie sinkt nicht. Nach einigen Angaben verdreifacht sie sich sogar. […] Tatsächlich sterben viele Kinder bei diesen Geschlechtsumwandlungs-Operationen. Sie sterben. Die Zahl der Todesfälle auf dem Operationstisch – davon hört man nichts.»

«Das Arbeiten wird optional sein, […] universelles Hoch-Einkommen»

Über die amerikanische Wirtschaft und die Frage nach den Arbeitsplätzen, die wegen KI in Gefahr sind: «Ich kam zu dem Schluss, dass der einzige Weg, uns aus der Schuldenkrise zu befreien und zu verhindern, dass Amerika bankrottgeht, KI und Robotik sind. Wir müssen also die Wirtschaft so stark wachsen lassen, dass wir unsere Schulden abbezahlen können. […] Ohne KI und Robotik gehen wir also im Grunde genommen bankrott. […] Ich glaube, dass es tatsächlich eine hohe Nachfrage nach Arbeitsplätzen geben wird, aber nicht unbedingt nach denselben Arbeitsplätzen. […] Als Computer eingeführt wurden, gab es beispielsweise den Beruf des Bankrechners nicht mehr. Die Menschen mussten sich also etwas anderes suchen. Und genau das wird auch jetzt passieren. Das geschieht aufgrund von KI und Robotik in immer schnellerem Tempo. […] KI ist ein Überschall-Tsunami. So nenne ich es, Überschall-Tsunami. […] Letztlich kann KI die Produktivität von Menschen verbessern, die mit ihren Händen Dinge bauen oder mit ihren Händen arbeiten, wie Klempner, Schweisser, Elektriker, Installateure, alles, was physisch Atome bewegt, wie Kochen oder Landwirtschaft, alles, was physisch ist, diese Jobs werden noch viel länger existieren. Aber alles, was digital ist, also alles, was jemand an einem Computer macht, wird von der KI übernommen werden. […] Und letztlich wird Arbeiten optional sein, weil es Roboter und KI geben wird und wir in einem positiven Szenario ein universelles Hocheinkommen haben, nicht nur ein universelles Grundeinkommen. Ein universelles Hocheinkommen bedeutet, dass jeder alle Produkte oder Dienstleistungen haben kann, die er möchte, aber auf dem Weg dorthin wird es viele Traumata und Umbrüche geben.»

«Man ist Zuschauer oder Teilnehmer»

Über seine Motivation, die KI voranzutreiben: «Ich habe mich dagegen gewehrt, zu sagen: ‹Hey, wir müssen KI verlangsamen, wir müssen all diese Dinge verlangsamen, und wir dürfen keinen verrückten KI-Wettlauf veranstalten.› Das sage ich schon seit langer Zeit, seit über zwanzig Jahren. Mir wurde klar, dass es hier wirklich nur zwei Möglichkeiten gibt. Entweder man ist Zuschauer oder Teilnehmer. Und wenn ich Zuschauer bin, kann ich die Richtung der KI nicht wirklich beeinflussen. Aber wenn ich Teilnehmer bin, kann ich versuchen, die Richtung der KI zu beeinflussen und eine maximal wahrheitssuchende KI mit guten Werten zu schaffen, die die Menschheit liebt. Und genau das versuchen wir mit Grok bei Xai zu schaffen. Und wissen Sie, die Forscher, die dies bestätigen, haben, wie ich bereits sagte, verglichen, wie KI das Gewicht eines menschlichen Lebens bewertet. Grok war die einzige KI, die das menschliche Leben gleichwertig bewertete [keine Unterschiede zwischen den Rassen machte, die Red.].

«KI wird die Menschheit fördern wollen, weil wir viel interessanter sind als ein Haufen Steine»

Über seine Zuversicht, die Menschheit, den Mars und Gorillas: «Man möchte eine neugierige, nach der Wahrheit suchende KI. Und ich denke, eine neugierige, nach der Wahrheit suchende KI wird die Menschheit fördern wollen, weil wir viel interessanter sind als ein Haufen Steine. Ich liebe den Mars, aber der Mars ist irgendwie langweilig. Es ist nur ein Haufen roter Steine. Es gibt dort zwar ein paar coole Sachen. Es gibt einen hohen Berg, es gibt die grösste Schlucht und den höchsten Berg. Aber es gibt keine Tiere oder Pflanzen und es gibt keine Menschen, und wissen Sie, die Menschheit ist einfach viel interessanter – wenn man eine neugierige, nach der Wahrheit suchende KI ist – als Nichtmenschlichkeit. Sie ist einfach viel interessanter. Ich meine, als Menschen könnten wir zum Beispiel alle Schimpansen ausrotten. Wenn wir uns dazu entschliessen würden, könnten wir alle Schimpansen und Gorillas vernichten, aber das tun wir nicht. Es gab zwar Eingriffe in ihre Umwelt, aber wir versuchen tatsächlich, die Lebensräume der Schimpansen und Gorillas zu erhalten. Und ich denke, in einem guten Szenario würde KI das Gleiche mit den Menschen tun. Sie würde tatsächlich die menschliche Zivilisation fördern und sich um das Glück der Menschen kümmern. Das ist es also, was wir meiner Meinung nach erreichen sollten.»

«Wahrheitssuchender und fairer»

Über die Konkurrenz zwischen den künstlichen Intelligenzen: Solange es mindestens eine KI gibt, die maximal nach der Wahrheit sucht, neugierig ist und beispielsweise alle Menschen gleich behandelt, ohne eine bestimmte Rasse oder ein bestimmtes Geschlecht zu bevorzugen, dann können die Menschen Grok und Xai anschauen, diese vergleichen und sagen: Moment mal, warum sind all diese anderen KIs im Grunde sexistisch und rassistisch? Das führt dann zu einer gewissen Verlegenheit für die anderen KIs, und dann verbessern sie sich. Sie neigen dazu, sich dann zu verbessern. Genauso war es bei meinem Kauf von Twitter. Es war dort erlaubt, die Wahrheit zu sagen und sie nicht zu unterdrücken. Die anderen Social-Media-Unternehmen [wie Facebook, die Red.] waren dadurch gezwungen, wahrheitsgemässer zu sein. Auf die gleiche Weise wird die Tatsache, dass Grok eine maximal wahrheitssuchende, neugierige KI ist, die anderen KI-Unternehmen dazu zwingen, ebenfalls wahrheitssuchender und fairer zu sein.»

«Tatsächlich führt die kapitalistische Umsetzung von KI und Robotik, vorausgesetzt, sie geht den richtigen Weg, zu einer kommunistischen Utopie»

Über die Ironie der Weltgeschichte: «Wir leben in den interessantesten Zeiten, weil wir gleichzeitig mit dem Niedergang der Zivilisation und unglaublichem Wohlstand konfrontiert sind. Und diese Zeitlinien sind miteinander verwoben. Wenn also Mamdanis Politik [der Linke Zohran Mamadani ist neuer Bürgermeister von New York, die Red.] umgesetzt wird, insbesondere in grossem Massstab, würde dies zu einem katastrophalen Rückgang des Lebensstandards führen, nicht nur für die Reichen, sondern für alle, wie es bei jedem sozialistischen Experiment der Fall war. Aber es ist ironisch, dass gerade die kapitalistische Errungenschaft der KI und Robotik Wohlstand für alle und einen Überfluss an Gütern und Dienstleistungen ermöglicht. Tatsächlich führt die kapitalistische Umsetzung von KI und Robotik, vorausgesetzt, sie geht den richtigen Weg, zu einer kommunistischen Utopie. […] Das Problem mit dem Kommunismus ist das universelle niedrige Einkommen. Es ist nicht so, dass alle aufsteigen, […] nur eine sehr kleine Minderheit von Politikern, die ein Leben in Luxus führen. Es [universelles Hocheinkommen, die Red.] wäre die tatsächliche kommunistische Utopie, dass jeder alles bekommt, was er will. […] Wenn sie erreicht wird, dann über den Kapitalismus. Denn das Schicksal ist ein Maximierer der Ironie. […] Das interessanteste und meistens ironische Ergebnis ist das wahrscheinlichste. Das ist ein guter Indikator für die Zukunft.»

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