Die Armutsrate in Argentinien ist in der ersten Hälfte des Jahres 2025 auf 31,6 Prozent gesunken – ein Tiefstand, wie ihn das Land laut offiziellen Daten des Nationalen Instituts für Statistik und Volkszählung (Indec) seit 2018 nicht mehr erlebt hat. Dies meldet das Portal Apollo News.
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Noch vor einem Jahr, kurz nach Amtsantritt des liberal-libertären Präsidenten Javier Milei, lag der Anteil der Armen bei fast 53 Prozent. Seither befindet sich die Quote im Sinkflug – trotz massiver Währungskrise und einer nach wie vor galoppierenden Inflation, die zeitweise fast 300 Prozent erreichte.
Während Mileis Regierung wegen mutmasslicher Korruptionsaffären und Wahlschlappen unter Druck steht, könnten die nun veröffentlichten Zahlen vor den anstehenden Zwischenwahlen Rückenwind bringen. Ende Oktober wird ein Grossteil des Parlaments neu gewählt – Mileis Partei «La Libertad Avanza» hält bislang nur wenige Sitze in beiden Kammern.