«Asylsuchende ermöglichen Schwingfest» – ein Titel ganz nach dem Geschmack von SRF. Wäre das «Nordwestschweizerische» ohne Asylsuchende also geplatzt?
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

«Asylsuchende ermöglichen Schwingfest» – ein Titel ganz nach dem Geschmack von SRF. Wäre das «Nordwestschweizerische» ohne Asylsuchende also geplatzt?

Das Schweizer Radio SRF titelte im «Regionaljournal Aargau Solothurn»: «Asylsuchende ermöglichen Schwingfest». Gemeint war der Grossanlass des Nordwestschweizerischen Schwingfestes in Deitingen vom letzten Sonntag.

Ein «Glücksfall» sei es, dass wir die «Flüchtlinge» hätten, jubelte SRF: «Nun ermöglichen ausgerechnet Helferinnen und Helfer aus dem Asylzentrum, dass am Sonntag das Nordwestschweizerische Schwingfest in Deitingen durchgeführt werden kann.»

FRANCESCA AGOSTA / KEYSTONE
Asylbewerber beim Eingang des temporaeren Bundesasylzentrums Pasture, am Donnerstag, 8
FRANCESCA AGOSTA / KEYSTONE

Besteht also der Grossteil des Organisationskomitees aus Asylbewerbern? Oder stellten die Asylbewerber ihre Spitzenschwinger als Publikumsmagnete? Oder haben sich die Asylbewerber als Grosssponsoren zusammengetan?

Die Antwort lautet jedes Mal nein. Aber der Leiter des örtlichen Asylzentrums hat seine Mannen in die Hosen steigen und zum Mithelfen antreten lassen. Vor allem für Tageseinsätze sei es schwierig gewesen, genügend Helfer zu finden. Da kam also die Tagesfreizeit der Asylbewerber wie gerufen. Wie viele Helfer es waren, wurde von SRF allerdings wohlweislich verschwiegen.

«Also die Zusammenarbeit läuft eigentlich recht gut», wurde vom Festplatz durch ein OK-Mitglied mit mittlerer Euphorie vermeldet. Die Helfer vom Asylzentrum hätten einen Betreuer vor Ort und seien pünktlich erschienen.

Dabei habe sich die Gemeinde Deitingen seinerzeit bis vor Bundesgericht gegen das Asylzentrum gewehrt, erinnert Radio SRF sein Publikum. Der Gemeindepräsident findet noch heute, dieses sei nicht unbedingt «ein Standortvorteil».

Doch jetzt kann laut Radio SRF die «Angst vor Kriminalität und Belästigung» entspannter Freude weichen: Denn plötzlich – so lautet die Moral unseres Volkserziehungssenders – sehen die Deitinger genau wie alle Freunde des Schwingsports, was sie an ihren Asylbewerbern haben.

Immerhin haben sie nicht weniger vollbracht, als das Nordwestschweizerische Schwingfest zu «ermöglichen».

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.