Deutschland hat laut Aussenminister Johann Wadephul keine Kenntnis von angeblichen Geheimgesprächen zwischen den USA und Russland zu einem neuen Ukraine-Friedensplan. Wie er in Berlin sagte, sei die Bundesregierung über den von US-Medien erwähnten «28-Punkte-Plan» nicht «gebrieft worden». Wadephul betonte, internationale Partner arbeiteten weiter daran, Präsident Wladimir Putin zu Verhandlungen zu bewegen. Deutschland unterstütze die laufenden Treffen in Istanbul und stehe Kiew «militärisch, politisch und wirtschaftlich dauerhaft zur Seite».
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US-Medien wie «Axios» meldeten zuvor, die Trump-Regierung erarbeite in Abstimmung mit Russland einen geheimen 28-Punkte-Plan, der sich am Gaza-Abkommen orientiere. Laut diesen Berichten sehe der Entwurf Gebietsabtretungen, eine Verkleinerung der ukrainischen Armee und den Verzicht auf bestimmte Waffensysteme vor.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan drängte unterdessen auf neue Gespräche in Istanbul. Diese seien angesichts der «zermürbenden Auswirkungen des Krieges» wichtig. Präsident Selenskyj unterstützte den Ansatz und verwies darauf, dass «viele Prozesse aktiv sind».