Dass eine Badi in Pruntrut JU beschlossen hat, den Besuchern aus der benachbarten französischen Gemeinde Belfort den Schwimmbadbesuch zu verbieten, wirft landauf, landab grosse Wellen. Schlagwörter wie Diskriminierung und Unverhältnismässigkeit dominieren die Medienberichte. Das Problem ist aber nicht das Badi-Verbot für Ausländer, sondern wie sich diese in den Badeanstalten hierzulande aufführen.
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Wenn sich Badegäste nicht mehr sicher fühlen, weil Schwimmgäste aus dem benachbarten Frankreich anreisen, um von den gepflegten Schweizer Infrastrukturen zu profitieren, sich aber dann rüpelhaft benehmen, sind alle rote Linien überschritten. Offenbar vermochten nicht einmal Sicherheitsleute die französischen Bade-Chaoten zu bändigen.
Es gab mehrere Zwischenfälle und Tumulte. Badegäste wurde belästigt. Bestätigt wurde zudem einen Übergriff auf einen Sicherheitsmann. Sogar Baden in Unterwäsche war bei diesen Personen offenbar gang und gäbe. Dass von der Gemeinde Pruntrut ausgesprochene Verbot war berechtigt.
Muss man speziell darauf hinweisen, dass Gemeinden Badeanstalten mit Millionen-Steuergeldern für die eigene Bevölkerung bauen und unterhalten? Was würde man wohl sagen, wenn ausländische Sportvereine aus Grenzregionen Schweizer Turnhallen oder Sportplätze in Beschlag nähmen, um dann obendrein sprichwörtlich «die Sau rauszulassen»?
Zu allem Übel stellt sich jetzt aber die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) mit ihrer Präsidentin und früheren SP-Nationalrätin Ursula Schneider Schüttel auf die Seite der Franzosen. So bezeichnet die EKR in einer Erklärung gegenüber Medien ein pauschales Badi-Verbot für ausländische Personen als «problematisch und irritierend».
Wenn etwas irritierend ist, dann die Kritik der EKR am Entscheid der Gemeinde Pruntrut. Das Wohlbefinden der eigenen Bevölkerung ist der Rassismus-Kommission offensichtlich völlig egal, Hauptsache, die Ausländer fühlen sich wohl.
Es gibt nun aber kein Gesetz, welches die Pruntruter zwingen kann, ihre Badeanstalt auch für Rüpel-Franzosen aus der Grenzregion zugänglich zu machen. Sie können als Gäste akzeptieren, wen sie wollen – egal, wie die Gutmenschen der Antirassismus-Kommission darüber denken.