Diese Bilder können uns nicht freuen. In den sozialen Medien kursiert die Aufnahme von Fans der Nationalmannschaft des Kosovo, die letzten Freitag im St. Jakob-Park in Basel gegen die Schweizer Nationalmannschaft angetreten ist und dabei 4 zu 0 verlor.
Man sieht hier fanatisierte Kosovo-Fans, die stolz eine UÇK-Flagge präsentieren. Es handelt sich bei der UÇK («Befreiungsarmee des Kosovo») um eine albanische paramilitärische und nationalistische Terrororganisation. Sie führte den bewaffneten Kampf für die Zusammenführung aller mehrheitlich von ethnischen Albanern besiedelten Gebiete in Serbien, Mazedonien, Montenegro und Griechenland mit dem angeblichen «Mutterland» Albanien an.
Die UÇK unternahm in den Balkankriegen der 1990er Jahre zahlreiche Mordanschläge und war in entsetzliche Kriegsverbrechen verwickelt. Die Hälfte ihrer Gelder dürften aus dem Drogenhandel gekommen sein. Die Schweizer Chefanklägerin Carla del Ponte und der frühere Ständerat Dick Marty vom Europarat werfen der UÇK illegalen Organhandel im Kosovo und in Albanien sowie die Beteiligung an Auftragsmorden vor.
1999 wurde UÇK zwar formell aufgelöst, lebt aber in zahlreichen Untergruppierungen weiter. Was ganz und gar nicht im Interesse der Schweiz ist, die seit vielen Jahren bis zu 215 Swisscoy im Kosovo stellt – das bislang grösste Engagement der Schweizer Armee im Rahmen der Friedensförderung. Im Juli 2024 wurde ein UÇK-Mitglied unter anderem wegen Mordes und Folter vom Kosovo-Sondertribunal in Den Haag zu 18 Jahren Haft verurteilt.
Besonders verstörend wirkte es da, dass eine Polizistin mit offensichtlich albanisch-kosovarischem Migrationsvordergrund ihre Lippen zu einem von den Fans gegrölten nationalistisch-albanischen Lied bewegte, wenn nicht sogar mitsang. Das Lied heisst «Xhamadani Vija Vija» und besingt die Vereinigung des Kosovo mit Albanien.
Es handelt sich also um ein Lied, das an einem Fussballspiel der Nationalmannschaft des Kosovo nichts zu suchen hat. Es hat auch an einem Fussballspiel der Schweizer Nationalmannschaft in Basel nichts zu suchen. Und eine Frau, die dieses Lied mitspricht oder mitsingt, hat in einer Schweizer Polizeiuniform nichts zu suchen.