«Battle of the Sexes» 2025: Kyrgios lässt Sabalenka in wokem Tennis-Geschlechterkampf keine Chance
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

«Battle of the Sexes» 2025: Kyrgios lässt Sabalenka in wokem Tennis-Geschlechterkampf keine Chance

Anhören ( 2 min ) 1.0× +
«Battle of the Sexes» 2025: Kyrgios lässt Sabalenka in wokem Tennis-Geschlechterkampf keine Chance
«Battle of the Sexes» 2025: Kyrgios lässt Sabalenka in wokem Tennis-Geschlechterkampf keine Chance
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Es war das Sportereignis zum Ende des Jahres. Nick Kyrgios (30), der Bad Boy des Tennis aus Australien, mass sich am Sonntagnachmittag in Dubai mit der Weltnummer eins im Frauentennis, Aryna Sabalenka (27) aus Weissrussland.

Im Vorfeld gab das Spiel vor allem zu reden, weil es mit der legendären «Battle of the Sexes» von 1973 zwischen Billie Jean King, damals Weltnummer zwei, und dem 55-jährigen ehemaligen Spitzenspieler Bobby Riggs verglichen wurde. Die Frau schlug den Mann damals 6:4, 6:3, 6:3. Bis heute ist es in Amerika der meistgeschaute Tennismatch.

2025 Getty Images
Nick Kyrgios eyes the ball in front of Aryna Sabalenka during their Battle of the Sexes match, in Dubai, United Arab Emirates, Sunday Dec
2025 Getty Images

Der Tenor in den Medien lautete in den vergangenen Tagen: Damals sei es um die Gleichberechtigung der Frauen im Sport gegangen, heute werde blosse Geldmacherei betrieben. Auf dem Sender BBC, der das Spiel live übertrug, sagte eine Moderatorin deshalb: «Was es dem Sport bringt, wissen wir nicht, aber den Bankkonten der beiden bringt es sicher viel.» Natürlich ging es auch vor 52 Jahren ums Geld: Die Vermarktung des Sportspektakels zwischen King und Riggs nahm Jerry Perenchio (1930–2017), einer der erfolgreichsten Medienunternehmer Amerikas, in die Hand.

Nun also trat Sabalenka, 1,82 Meter gross und je nach Quelle zwischen 75 und 80 Kilogramm schwer, in der Coca-Cola-Arena zu Dubai gegen Kyrgios (1,93 m / 85 kg) an.

Der Australier gilt in der Szene als Macho und musste schon mehrere Bussen wegen undisziplinierten Verhaltens auf dem Platz bezahlen. Er war es auch, der 2015 beim ATP-Turnier in Montreal während des Spieles dem Schweizer Stan Wawrinka zurief: «Kokkinakis hat deine Freundin gevögelt. Es tut mir leid, dir das sagen zu müssen.» Thanasi Kokkinakis war ein Freund von Kyrgios und Wawrinkas damaliger Freundin Donna Vekic offenbar nähergekommen.

In den letzten drei Jahren bestritt Kyrgios wegen Verletzungen an Knie und Handgelenk bloss sechs Matches und fiel in der ATP-Rangliste auf Platz 671 zurück. Zu seiner besten Zeit war er die Nummer dreizehn der Welt, schlug Federer, Nadal und Djokovic. Sein Preisgeld total: gut 12,6 Millionen Dollar. Aryna Sabalenka ist vierfache Grand-Slam-Gewinnerin und seit 65 Wochen die Nummer eins im Frauentennis. Sie hat bisher etwas über 45 Millionen Dollar eingespielt. Sie ist von sehr kräftiger Statur, ein Tiger-Tattoo schmückt ihren Arm, was ihr den Spitznamen «die Tigerin» einbrachte, und sie kann mit einer Geschwindigkeit von rund 200 km/h servieren. Damit bewegt sie sich im Bereich eines Roger Federer.

Trotzdem galten in Dubai woke Regeln: Es gab keinen zweiten Aufschlag, und das Spielfeld auf der Seite von Sabalenka war um neun Prozent kleiner als jenes von Kyrgios. Die stark spielende Frau hatte gegen den Mann auch so keine Chance: Der stark schwitzende Kyrgios gewann in zwei Sätzen 6:3 und 6:3. Man hatte das Gefühl, dass er – im Gegensatz zu ihr – nicht immer mit vollem Einsatz spielte, wobei der Australier auch in Partien gegen Männer stets etwas flapsig wirkt.

Es war ein freundschaftliches Aufeinandertreffen – beide sind beim selben Management und mögen sich offensichtlich –, Geschenke wurden trotzdem keine verteilt. Der BBC-Moderator sprach im letzten Game nach gut einer Stunde sogar von einem «gnadenlosen» Kyrgios, als er zweimal hintereinander höchst präzise mit grosser Wucht aufschlug. Der Mann kontrollierte die Partie von Anfang an und spielte mit Tigerin Sabalenka zwischendurch gar Katz und Maus.

«Das nächste Spiel wird besser», versprach Sabalenka nach der Niederlage.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.