Washington wird durchgeschüttelt von «Biden-Gate», dem Skandal um die Vertuschung des Gesundheitszustandes von Joe Biden. Immer neue Details kommen ans Tageslicht, die belegen, wie eine Kabale engster Mitarbeiter die Fiktion eines zurechnungsfähigen Präsidenten aufrechterhielt.
Das ist schlimm genug, doch der wahre Skandal reicht tiefer: An der Verschwörung waren nicht nur namenlose Strippenzieher im Weissen Haus beteiligt, sondern auch Spitzenpolitiker.
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Zu ihnen gehörten Lichtgestalten der Demokratischen Partei wie die Clintons und die Obamas. Auch sie hielten am Märchen vom fitten commander in chief fest. Aus eigennützigen Gründen: Ein geistig abwesender Präsident erlaubte es ihnen, im Hintergrund die Politik mitzubestimmen.
Dasselbe galt für Nancy Pelosi und Chuck Schumer, die viele Jahre Senat und Repräsentantenhaus anführten. Auch sie hielten dicht und bezichtigten alle, die Bidens Fähigkeiten anzweifelten, böswilliger Unterstellungen.
Die Verschwörung des Schweigens erstreckte sich sogar aufs Ausland. Obwohl die Staats- und Regierungschefs etwa der G-7-Staaten auf Gipfeltreffen die Aussetzer des Präsidenten hautnah miterlebten, erhoben sie nie die Stimme.
Ex-Kanzler Olaf Scholz tat Berichte über den Gesundheitszustand Bidens gar als reine Spekulation ab: «Ich finde, dass Joe Biden jemand ist, der sehr klar ist, der genau weiss, was er tut.»
All dies wird nicht angesprochen. Es wäre ja zu peinlich. Doch damit wird die Verschwörung des Schweigens nur fortgesetzt.