In Bremen sorgt eine Serie von Sachbeschädigungen für Empörung. Innerhalb von nur drei Nächten wurden an mehr als 260 geparkten Fahrzeugen Reifen zerstochen – quer verteilt über mehrere Stadtteile. Die Polizei hat eine Sonderkommission mit dem Namen «Reifenstecher» eingerichtet. Auch der Staatsschutz wurde eingeschaltet. Die Hintergründe der Tatserie sind bislang unklar, eine politische Motivation kann nicht ausgeschlossen werden, berichtet die Welt.
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Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) zeigte sich entsetzt: «Diese nächtlichen Straftaten sind ein direkter Angriff auf hart arbeitende Menschen in unserer Stadt», so der Senator laut Welt. Er kündigte an, die Täter mit der «vollen Härte des Gesetzes» zur Rechenschaft ziehen zu wollen. Bremen werde sich «nicht terrorisieren» lassen.
Betroffene Fahrzeughalter reagierten fassungslos. Viele klagten über die finanziellen Folgen und den Zeitaufwand, den die Reparaturen und Versicherungsfragen nun verursachen. «Wen stören diese Autos?», fragte eine Anwohnerin in der Presse, während sie ihren Kleinwagen mit plattgestochenen Reifen begutachtete.