Britische Royals opfern Prinz Andrew dem Zeitgeist: Der Mann muss einem nicht leidtun, aber ein faires Verfahren hätte er verdient
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Britische Royals opfern Prinz Andrew dem Zeitgeist: Der Mann muss einem nicht leidtun, aber ein faires Verfahren hätte er verdient

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Britische Royals opfern Prinz Andrew dem Zeitgeist: Der Mann muss einem nicht leidtun, aber ein faires Verfahren hätte er verdient
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König Charles III. hat sich anatomisch noch nie durch ein auffälliges Rückgrat ausgezeichnet. Weht ein zeitgeistig grünes Lüftchen, setzt er sich gerne für Umweltanliegen ein. Reist er in ein Land des Commonwealth, entschuldigt er sich eilends für alle denkbaren Verbrechen des Kolonialismus.

ANDY RAIN / KEYSTONE
epa04660655 Britain's Prince Andrew, the Duke of York attends a service of commemoration to mark the end of combat operations in Afghanistan at St
ANDY RAIN / KEYSTONE

Nun steht sein Bruder Andrew seit Wochen im Gegenwind. Er ist angeklagt, vor mehr als zwanzig Jahren die verstorbene Virginia Giuffre drei Mal zu Sex gezwungen zu haben. Das ist zwar ein schwerwiegender Vorwurf, bewiesen ist er nicht.

Giuffre musste in einem ähnlich gelagerten Fall ihre Beschuldigung zurückziehen, weil sie sich getäuscht hat. Aber die Volksmeinung ist gemacht, und damit ist auch das Urteil des Königs klar: Andrew muss weg, was in einem «colossal loss of royal status» gipfelt, wie die BBC trefflich feststellte.

Seine Majestät nimmt mit Rücksicht auf Volkes Stimme nicht einmal in Kauf, dass sich Giuffre ein zweites Mal geirrt haben könnte. So ist Andrew nunmehr zu einem Zwitter degradiert. Er ist kein Adliger mehr, wird aber niemals als Normalbürger durchgehen.

Der Mann muss einem nicht leidtun, aber ein faires Verfahren hat er nie erhalten. Er ist vielmehr das Opfer von Heuchelei und Opportunismus geworden. Dabei blieb ihm die Unterstützung seines königlichen Bruders versagt, der vor ein paar Jahrzehnten ebenfalls tief im Schlammassel steckte und auf die Hilfe seiner Familie angewiesen war.

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