Am Freitagabend sind sieben schwerverletzte Kinder aus dem Gazastreifen mit 27 Angehörigen in Zürich, Genf und Lugano gelandet. Die Evakuierung erfolgte laut NZZ per Ambulanzflugzeugen aus Jordanien, nachdem die Gruppe zuvor über Israel aus dem Kriegsgebiet ausreisen konnte.
Die Schweiz hatte Ende September angekündigt, insgesamt zwanzig verletzte Kinder zur Behandlung aufzunehmen. Laut Vincenzo Mascioli vom Staatssekretariat für Migration sei jedes Familienmitglied überprüft worden. Hätte es Sicherheitsbedenken gegeben, «hätten diese 34 Personen kaum in Israel einreisen können», sagte er.
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Die Aktion stösst in einigen Kantonen auf Widerstand. Aargau, Bern und Thurgau verweigerten die Aufnahme – teils aus Sorge vor Sicherheitsrisiken, teils aus finanziellen Gründen. Der Bund übernimmt die Transportkosten, für die medizinische Versorgung sollen die Kantone aufkommen.
Weitere dreizehn Kinder sollen im November folgen. Laut WHO warten rund 4000 verletzte Kinder im Gazastreifen auf dringend nötige medizinische Hilfe.