Die Bundesregierung beschliesst ein umfassendes Klimaschutzprogramm mit 67 Massnahmen, darunter rund 2000 neue Windräder an Land. Dies berichtet die Welt. Ziel ist es, die deutschen Klimavorgaben bis 2030 doch noch zu erreichen und den Ausstoss von Treibhausgasen deutlich zu senken.
Deutschland will seine Emissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent gegenüber 1990 reduzieren und bis 2045 klimaneutral werden. Nach Berechnungen des Umweltbundesamts droht jedoch ohne zusätzliche Massnahmen eine Zielverfehlung. Projektionen zufolge würde der Rückgang bislang nur etwa 63 Prozent erreichen. Die neuen Massnahmen sollen zusätzlich rund 27 Millionen Tonnen CO2 einsparen und die Lücke schliessen.
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Ein zentraler Punkt ist der Ausbau der Windenergie. Zusätzliche Ausschreibungen im Umfang von 12 Gigawatt sollen das Ziel von 115 Gigawatt Leistung bis 2030 sichern. Insgesamt soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf mindestens 80 Prozent steigen.
Weitere Massnahmen betreffen Gebäude, Industrie und Verkehr. Die Förderung für Heizungen und Sanierungen wird bis 2029 fortgeführt. Für die Industrie sind bis 2030 rund 2,9 Milliarden Euro vorgesehen. Im Verkehr setzt die Regierung auf mehr Elektroautos, den Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Sicherung des Deutschlandtickets.
Finanziert wird das Programm unter anderem über den Klima- und Transformationsfonds mit zusätzlichen Mitteln von 7,6 Milliarden Euro bis 2030.