Bundesregierung plant Tariftreuegesetz. Wirtschaftsverbände warnen vor «Bürokratie-Monster»
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Bundesregierung plant Tariftreuegesetz. Wirtschaftsverbände warnen vor «Bürokratie-Monster»

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Bundesregierung plant Tariftreuegesetz. Wirtschaftsverbände warnen vor «Bürokratie-Monster»
Bundesregierung plant Tariftreuegesetz. Wirtschaftsverbände warnen vor «Bürokratie-Monster»
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Der Deutsche Bundestag debattiert über das geplante Tariftreuegesetz und stimmt im Anschluss darüber ab. Wie die Bild-Zeitung berichtet, haben sich Union und SPD zuvor auf die letzten offenen Fragen verständigt. Künftig sollen öffentliche Aufträge des Bundes nur noch an Unternehmen vergeben werden, die tarifgebunden sind und ihren Beschäftigten tarifliche Löhne zahlen.

CLEMENS BILAN / KEYSTONE
Mitglieder der deutschen Bundesregierung.
CLEMENS BILAN / KEYSTONE

Nach der Einigung soll die Tariftreue bei öffentlichen Bau- und Dienstleistungsaufträgen des Bundes gelten. Lieferungen von Fahrzeugen, Ausrüstungen und Material fallen demnach nicht darunter. Das Gesetz gilt als eines der Kernanliegen der SPD in der Koalition mit der Union. Es soll Nachteile für Unternehmen beseitigen, die tarifliche und damit oft höhere Löhne zahlen.

Kritik kommt aus der Wirtschaft. Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrie-Verbandes, sagte der Bild-Zeitung, es sei zwar richtig, dass die Tariftreue bei öffentlichen Aufträgen allen Beschäftigten zugutekommen solle. Die sogenannte Bürgenhaftung für die Tariftreue von Nachunternehmern «schiesst allerdings über das Ziel hinaus und schafft ein neues Bürokratiemonster». Auftragnehmer müssten die Eingruppierung und Vergütung jedes einzelnen Beschäftigten aller Nachunternehmer prüfen. «Das geht weit über eine Mindestlohnkontrolle hinaus und ist weder leistbar noch zumutbar», sagt Müller.

Auch der Arbeitgeberverband BDA äusserte Kritik. «Auch mit den vorgesehenen Änderungen bedeutet dieser Tarifzwang nur Bürokratie für die Unternehmen und einen gefährlichen Eingriff in die Tarifautonomie», sagt BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter dem Online-Nachrichtenportal Politico. Die Regierung baue damit «neue Hürden und Bürokratie» auf.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.