Bei einer Demonstration gegen eine AfD-Wahlkampfveranstaltung in Freiburg ist es am Mittwoch zu massiven Ausschreitungen gekommen. Das berichtet das Portal Apollo News. Neben einem mutmasslichen Buttersäureanschlag versuchten rund hundert vermummte und mit Schlagwerkzeugen bewaffnete Personen, Polizeisperren zu durchbrechen. Auch Nägel wurden unter Einsatzfahrzeugen ausgelegt.
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Wie die Polizei Freiburg erklärte, versammelten sich gegen 17 Uhr rund 1800 Personen auf dem Europaplatz, um gegen eine Veranstaltung der AfD im Bürgerhaus Zähringen zu protestieren. Kurz darauf habe eine Gruppe von etwa «hundert vermummten und mit Schlagwerkzeugen bewaffneten Personen» versucht, Absperrungen zu überwinden. Die Einsatzkräfte setzten Pfefferspray ein, um die Angreifer zurückzudrängen. Dennoch sei weiterhin «massiv» versucht worden, die Sperren zu durchbrechen. Zudem kam es zu Sitzblockaden durch vermummte Demonstranten.
Gegen 19.30 Uhr stellten die Beamten fest, dass unter Reifen von Streifenwagen Nägel ausgelegt worden waren. Offenbar sollte so der Einsatz behindert oder Fahrzeuge beschädigt werden.
Im Bürgerhaus selbst wurde eine übelriechende Substanz verteilt. Nach DPA-Informationen handelte es sich mutmasslich um Buttersäure. Diese gilt als gesundheitsschädlich: Das Einatmen kann zu starken Reizungen der Atemwege, Erbrechen, Kopfschmerzen und Verätzungen führen. Feuerwehren warnen vor möglichen schweren Lungenschäden bis hin zu einem toxischen Lungenödem.