CDU-Politiker Kuban: «Für das Klima ist nichts erreicht, aber Industriearbeiter in Deutschland werden auf die Strasse gesetzt»
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

CDU-Politiker Kuban: «Für das Klima ist nichts erreicht, aber Industriearbeiter in Deutschland werden auf die Strasse gesetzt»

Der CDU-Europapolitiker Tilman Kuban warnt vor einer Deindustrialisierung Deutschlands infolge überambitionierter Klimaziele. In einem Interview mit der Zeitung Die Welt plädiert Kuban für eine Abkehr vom bisherigen Ziel einer vollständigen Klimaneutralität bis 2045. Stattdessen fordert er eine realistische Zwischenetappe: 80 Prozent CO2-Reduktion – und zwar ohne Arbeitsplatzabbau und neue Schulden.

MICHAEL KAPPELER / KEYSTONE
ARCHIV - 24
MICHAEL KAPPELER / KEYSTONE

«Es ist ausreichend, wenn wir 2045 zu 80 Prozent klimaneutral sind und dafür Wohlstand und Demokratie erhalten haben – das ist im globalen Vergleich immer noch sehr ambitioniert», so Kuban. Die letzten 20 Prozent seien unverhältnismässig teuer und gefährdeten wirtschaftliche Stabilität wie auch den sozialen Frieden. Der frühere JU-Vorsitzende kritisiert, dass derzeit Produktion ins Ausland abwandere, wo schmutziger produziert werde. Kuban: «Für das Klima ist nichts erreicht, aber Industriearbeiter in Deutschland werden auf die Strasse gesetzt, finden keinen so gutbezahlten Job mehr und laufen dann aus Frust in die Arme der Rechtspopulisten.»

Der CDU-Politiker spricht sich auch gegen ein starres Verbrennerverbot aus und fordert, bestimmte Industriezweige von Klimavorgaben auszunehmen: «Es gibt kein Industrieland der Welt ohne eigene Stahlproduktion.» Besonders vor dem Hintergrund sicherheitspolitischer Herausforderungen sei eine eigenständige industrielle Basis unverzichtbar.

Auch das EU-Klimaziel von 2050 sieht Kuban zunehmend unter Druck. «Was ich von meinen Kollegen aus Frankreich, Polen, Italien oder aus osteuropäischen Staaten höre, ist da sehr eindeutig», so der 38-Jährige. Deutschland solle sich nicht isolieren, sondern mit seinen Partnern eine pragmatische Linie finden – statt sich in ambitionierten Idealen zu verrennen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.