Chinas Wirtschaft ist zum Jahresende langsamer gewachsen, hat sich aber deutlich besser entwickelt als die Wirtschaft der USA und der EU. Das Bruttoinlandsprodukt legte im vierten Quartal 2025 im Jahresvergleich um 4,5 Prozent zu, wie das Statistikamt in Peking mitteilte.
Damit verzeichnete die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt das schwächste Quartalswachstum seit dem Ende der Corona-Lockdowns vor drei Jahren. In den drei Quartalen zuvor hatte das Plus noch bei 5,4, 5,2 und 4,8 Prozent gelegen. Für das Gesamtjahr meldeten die Statistiker ein Wachstum von 5,0 Prozent und erreichten damit das Regierungsziel von «rund 5 Prozent».
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Gestützt wurde die Konjunktur vor allem durch den Aussenhandel. Trotz anhaltender Spannungen mit den USA und neuer handelspolitischer Unsicherheiten profitierten chinesische Unternehmen von robusten Exporten in andere Regionen.
Zum Vergleich: In den USA dürfte die Wirtschaft 2025 um etwa 2,5 Prozent gewachsen sein, in der Europäischen Union um rund 1 bis 1,5 Prozent. Endgültige Zahlen liegen noch nicht vor. Beobachter weisen jedoch darauf hin, dass chinesische Wachstumsdaten, insbesondere beim BIP, mit Vorsicht zu betrachten sind.
Ökonomen sehen zugleich strukturelle Belastungen. Eine schwache Binnennachfrage, ein angespannter Arbeitsmarkt, fallende Immobilienpreise und hohe Schulden vieler Lokalregierungen dämpfen die Aussichten.