Nach dem verheerenden Flammen-Inferno in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana, bei dem 40 Menschen ums Leben kamen, hat die Gemeindeverwaltung massive Fehler eingeräumt. Gemeindepräsident Nicolas Féraud erklärte an der heutigen Pressekonferenz, dass es seit 2020 keinerlei Brandschutzkontrollen mehr gegeben habe. Die letzte Begehung durch den Sicherheitsbeauftragten datiere sogar aus 2019.
«Meine Aussage, die Kontrollen seien nicht lasch gewesen, halte ich nicht mehr aufrecht. Ich war nicht informiert.», sagte Féraud. Auf Nachfrage ergänzte er: «Die Katastrophe hätte wahrscheinlich verhindert werden können.»
Die Bar war nach aktuellen Erkenntnissen offiziell für 200 Personen zugelassen, berichtet die Bild-Zeitung – oben 100 und im Keller 100. Ob diese Zahl in der Silvesternacht eingehalten wurde, sei laut Féraud Sache des Betreibers. Pyrotechnische Champagnerflaschen, die möglicherweise das Feuer ausgelöst hatten, seien den Behörden nicht bekannt gewesen. In der Bar habe es keinen vorgeschriebenen Feueralarm gegeben, jedoch einen Feuerlöscher und einen kaum wahrnehmbaren Notausgang im Raucherbereich. Ob dieser im Ernstfall geöffnet war, ist unklar.