Natürlich findet das jetzt keiner gut: 15 Prozent Zoll auf Produkte, die aus der EU in die USA gehen, plus happige 50 Prozent auf Stahl und Aluminium bringen den deutschen Exporteuren Einbussen. Sie sind so heftig, dass es das Bruttoinlandsprodukt um 0,15 Prozent nach unten drücken wird, haben Ökonomen ruckzuck berechnet. Das ist die schlechte Nachricht.
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Doch es steckt Hoffnung darin: Denn erstens ist der Spuk vorbei, zumindest wenn der erratische US-Präsident hält, was er diesmal per Handschlag verspricht. Zweitens festigt ein Zoll in dieser Höhe nur den Status quo, da die USA bereits durchschnittlich 4,8 Prozent Zoll auf EU-Exporte erheben, die auf die von Trump angekündigten gegenseitigen Basiszölle in Höhe von 10 Prozent aufgeschlagen werden.
Und drittens – und das ist das Entscheidende – wird der Deal eine Dynamik entfachen: Die Länder, die jetzt von Trump mit höheren Zöllen belegt werden, dabei aber selbst den Freihandel hochhalten wollen, müssen enger zusammenfinden. Das gilt vor allem für die EU, Grossbritannien, Kanada und Japan.
Donald Trump ist derjenige US-Präsident, der das Zeitalter der überall im Westen einspringenden Amerikaner beendet. Er zwingt Europa damit, auf eigenen Füssen zu stehen: politisch, ökonomisch und militärisch. Und genau darin besteht eine gewaltige Chance.
Danke, Mr. Trump.