Danke, Friedrich Merz: Berlin hat den Stein ins Rollen gebracht. Jetzt macht EU-Chefin Ursula von der Leyen eine Vollbremsung in ihrer Abgas-Politik
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Danke, Friedrich Merz: Berlin hat den Stein ins Rollen gebracht. Jetzt macht EU-Chefin Ursula von der Leyen eine Vollbremsung in ihrer Abgas-Politik

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Danke, Friedrich Merz: Berlin hat den Stein ins Rollen gebracht. Jetzt macht EU-Chefin Ursula von der Leyen eine Vollbremsung in ihrer Abgas-Politik
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Die EU-Kommission vollzieht eine Kehrtwende, wie man sie in Brüssel nur dann erlebt, wenn das Feuer bereits lichterloh brennt. Jahrelang hat die Kommission für neuzugelassene Autos ab dem Jahr 2035 das Null-CO2-Dogma gepredigt, flankiert von der gebetsmühlenhaften Beschwörung der «Technologieoffenheit». Jeder wusste: «Technologieoffen» hiess in Wahrheit alles elektrisch, alles sofort, alles ohne Rücksicht auf Verluste. Der Rest war PR-Nebel.

HANNIBAL HANSCHKE / KEYSTONE
epa12555462 German Chancellor Friedrich Merz looks on as he attends the traditional Christmas tree reception at the Chancellery in Berlin, Germany, 28 November 2025
HANNIBAL HANSCHKE / KEYSTONE

Jetzt, da die deutsche Autoindustrie ächzt, die Werke halb leerlaufen und der deutscheste aller deutschen Konzerne, Volkswagen, ein Viertel seiner Jobs im Land streicht, wird plötzlich sagbar, was zuvor als Ketzerei galt: Der Verbrenner muss bleiben. Klassisch, effizient, mit Biofuel, E-Fuel oder was auch immer – Hauptsache, der Industriestandort kippt nicht vollends. So kündigt es EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas an.

Das ist neu. Zum ersten Mal meint Brüssel «technologieoffen» nicht als Beruhigungstablette für Lobbyisten, sondern wörtlich. Nicht nur synthetisch betriebene Nischenmotoren, nicht nur Hybride – nein, der klassische Verbrenner selbst soll wieder zugelassen werden dürfen. Das Null-CO₂-Mantra ist beerdigt. Die EU, die eben noch die Welt mit moralischem Treibstoff erziehen wollte, entdeckt plötzlich die «Wettbewerbsfähigkeit» und die «Wertschöpfungskette» – Worte, die in Brüssel lange als verdächtig kapitalistisch galten.

Ein Brief aus Berlin hat den Stein ins Rollen gebracht: Friedrich Merz flehte darin seine CDU-Parteikollegin und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an, die Regeln zu lockern, damit die Industrie nicht kollabiert – und siehe da, der Brief wird «sehr positiv aufgenommen», wie es heute offiziell aus Brüssel heisst. Was für eine Enthüllung: Brüssel kann zuhören. Jedenfalls wenn es brennt. Und wenn der Rauch bis in die Kommissionsgebäude zieht.

Die EU rettet jetzt das, was sie selbst zuvor beinahe ruiniert hat. Jahrelang hat Brüssel die Autoindustrie mit ideologischer Überhitzung an den Rand des Motorschadens gefahren. Jetzt tritt die Kommission auf die Bremse. Ihre neue Offenheit für Verbrenner ist damit kein Fortschritt, sondern eine Notbremsung – spät, ruckartig, aber immerhin.

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