Am 13. August 2016 griff ein Mann in der S 4 zwischen Buchs und Sennwald kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Salez unvermittelt andere Passagiere an. Er überschüttete sie mit einer brennenden Flüssigkeit und verletzte sie zusätzlich mit einem Messer. Zwei Frauen und der Täter selbst starben, mehrere Personen wurden verletzt.
Kantonspolizei Freiburg/Keystone
Fast genau zehn Jahre später kommt die Erinnerung an diese Tragödie wieder hoch. Dieses Mal stand ein Postauto in Flammen. Wieder soll es sich um einen einzelnen Mann gehandelt haben, der den Brand vorsätzlich verursacht hat. Sechs Menschen starben, fünf wurden verletzt.
Im Fall von Salez handelte es sich beim Täter um einen 27-jährigen Schweizer. Wie Ermittlungen zeigten, hatte er unter psychischen Problemen gelitten und war zuvor durch Drohungen aufgefallen. Er galt als Einzelgänger. Ein Augenleiden, das zu Schielen führte, hatte ihn in der Schule zum Opfer von Mobbing gemacht.
Die Parallelen der Ereignisse sind unübersehbar. Ob auch die Motivlage ähnlich war, ist offen. Über den Täter ist noch nichts bekannt. Es gebe aber derzeit «keine Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund», wie die Freiburger Kantonspolizei mitteilte.
Weiter informiert werden soll heute Mittwoch um 14 Uhr.