Trotz anhaltender Angriffe auf ukrainische Städte zeigt sich Kremlchef Wladimir Putin überzeugt, eine Versöhnung mit der Ukraine sei unausweichlich. «Das ist eine Frage der Zeit», sagte er in einem Dokumentarfilm des russischen Staatsfernsehens anlässlich des 25. Jahrestags seiner ersten Amtszeit, berichtet der Sender N-TV. «Mir scheint, das ist unausweichlich – trotz der Tragödie, die wir derzeit durchleben.» Zugleich zeigt sich der russische Präsident siegesgewiss: Russland verfüge über die militärischen Mittel dafür, den Krieg zu einem für Moskau akzeptablen Ende zu bringen.
Sputnik
Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte empört: «Die Russen bitten um eine Waffenruhe zum 9. Mai und schiessen selbst jeden Tag auf die Ukraine. Das ist Zynismus im höchsten Ausmass», schrieb er auf Telegram. Allein in einer Nacht habe Russland 165 Drohnen auf ukrainische Städte abgefeuert, darunter Kiew und Charkiw. Zusätzlich seien Regionen wie Donezk und Sumy mit Fliegerbomben attackiert worden.
Russland fordert weiterhin, dass die Ukraine auf einen Nato-Beitritt verzichtet, und erhebt Anspruch auf grosse Teile des ukrainischen Staatsgebiets. Der 9. Mai, an dem Russland den Sieg über Nazi-Deutschland feiert, soll nach Putins Willen von einer dreitägigen Waffenruhe begleitet werden. Kiew hingegen fordert eine mindestens 30-tägige Feuerpause.