In jüngsten Auftritten befürworteten prominente Vertreter der europäischen Linken wie Irene Montero (Podemos) und Jean-Luc Mélenchon (La France insoumise) offen die Idee eines «Bevölkerungsaustauschs» – einst als rechtsextreme Verschwörungstheorie gebrandmarkt. Dies berichtet das Nachrichtenportal Nius.
Anlass war eine Rede Monteros am 31. Januar 2026 im spanischen Zaragoza. Dort erklärte die ehemalige Gleichstellungsministerin Spaniens, sie hoffe, «dass wir dieses Land mit Migranten, mit arbeitenden Menschen, von Faschisten und Rassisten befreien» könnten. Wörtlich fügte sie hinzu: «Natürlich will ich einen Bevölkerungsaustausch: Austausch der Faschisten, Austausch der Rassisten, Austausch der Opportunisten.»
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Die Aussage fiel zeitlich mit einem Beschluss der Regierung Sánchez zusammen, 500.000 illegalen Migranten unter bestimmten Voraussetzungen eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu gewähren.
Auch Jean-Luc Mélenchon bezog sich kürzlich positiv auf den «Grossen Austausch» – ein Begriff, der ursprünglich vom französischen Autor Renaud Camus geprägt wurde und laut Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextreme Chiffre gilt. Der linke Europa-Abgeordnete sprach in Toulouse am 22. Januar davon, seine Partei solle die «Vielfalt des neuen Frankreich» widerspiegeln – die «Generation des Grossen Austauschs».