Das öffentliche Gemeinschaftsgebet von muslimischen Soldaten wird unsere tolerante Gesellschaft in Bedrängnis bringen
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Das öffentliche Gemeinschaftsgebet von muslimischen Soldaten wird unsere tolerante Gesellschaft in Bedrängnis bringen

In unserer Armee dienen viele junge Menschen muslimischen Glaubens. Es sind mehrheitlich prächtige junge Kerle, die für unser Land durchs Feuer gehen würden. Ihnen gebührt unser Dank für ihren Einsatz zugunsten unseres Landes. Und selbstverständlich sollen diese jungen Menschen auch ihre Religion ausüben dürfen und können.

© KEYSTONE / URS FLUEELER
Ein Kragenspiegel des Armeeseelsorgers anlaesslich einer Medieninformation zum ersten technischen Lehrgang der Armeeseelsorge mit muslimischen und juedischen Teilnehmern in der Schweizer Armee, am Donnerstag, 5
© KEYSTONE / URS FLUEELER

Im Rahmen eines Dienstes des Gebirgsschützenbataillons 6 hat der muslimische Imam und Armee-Seelsorger Muris Begovic am 28. Juni 2023 zum muslimischen Gebet geladen. Anlass war der Beginn des muslimischen Opferfests Bayram. Ein paar wenige Soldaten knieten am Boden und huldigten Allah. Allein die erstaunten und teils gelangweilten Gesichter der umstehenden Kameraden sprechen Bände. Sie konnten und wollten wohl nicht verstehen, was da vor ihren Augen am helllichten Tage gerade geschah. Auch die Bataillonsfahne wurde dekorativ ins Bild gerückt. Dabei symbolisiert ja gerade unser Feldzeichen – das weisse Kreuz auf rotem Grund – unseren christlichen Glauben.

Natürlich war dies nicht ein zufällig abgehaltener, harmloser Gottesdienst. Es war ohnehin kein Gottesdienst, sondern eher ein spontanes Gebet. Es war ein Test, eine gezielte Provokation. Die Muslime scheinen gerade auszuloten, was noch durchgeht. Das Ausrollen von Teppichen oder Matten mit anschliessendem Beten gen Mekka hat funktioniert. Gestattet von Kommandanten, die sich nicht unbeliebt machen wollen und deshalb auch eine solche Unmöglichkeit tolerieren.

Keinesfalls zu tolerieren sind solche Gebete während des ordentlichen Dienstbetriebs – auch nicht in den Pausen als Kollektivgebet. Punkt. Ausnahmen hiervon sieht das Dienstreglement vor. Dort ist aber von gemeinsamen «Gottesdiensten» die Rede, nicht von ein paar am Boden gen Mekka betenden Muslimen.

Die Proteste und Kommentare gegen diesen Anlass wurden von der vereinigten Linkspresse in Grund und Boden gestampft. Tweets – und waren sie noch so unwahr und falsch – wurden eifrig zitiert, um zu zeigen, dass die SVP und auch Glarner falsch liegen. Den Vogel abgeschossen hat GLP-Nationalrat Beat Flach mit der Behauptung, die Soldaten hätten einen Eid auf die Verfassung geleistet. Das stimmt schlicht nicht, denn eine solche Vereidigung würde gemäss Artikel 7 des Dienstreglements erst im Aktivdienst erfolgen. Aber das braucht ein grünliberaler Nationalrat ja nicht zu wissen.

Warum gilt es dem öffentlichen muslimischen Gebet in der Armee Einhalt zu gebieten? Da reicht ein Blick in unsere Nachbarländer. Die Schweiz müsste aus den Forderungen der Muslime im Ausland ihre Lehren ziehen. Wenn an einem Samstagmorgen in verkehrsfreien deutschen Innenstädten plötzlich Muslime ihre Teppiche ausrollen und Gottesdienste abhalten, leiden darunter nicht «nur» die Verkaufsgeschäfte. Sondern auch die arbeitstätigen Deutschen, die am freien Samstag ihre Einkäufe besorgen und noch etwas in der Innenstadt flanieren möchten. In deutschen Ausgehmeilen halten Muslime in Leuchtwesten mit der Aufschrift «Scharia-Polizei» ihre Glaubensbrüder dazu an, keinen Alkohol zu trinken. Und sie drohen bei Verstössen offen mit Konsequenzen.

Die Vertreter der angeblichen Religion des Friedens fordern von unserer Gemeinschaft Toleranz und Nachsicht. Selber sind viele von ihnen aber keineswegs tolerant und verlangen beispielsweise offen die Verfolgung und Bestrafung von Homosexuellen. Frauen werden oft unterdrückt, als Mädchen zwangsbeschnitten und als junge Frauen zwangsverheiratet.

Für Muslime werden überall Sonderrechte gefordert und durchgesetzt. Gerade bei der Verwendung von Schweinefleisch haben inzwischen fast alle Veranstalter von Anlässen und Festen resigniert. Unsere traditionell aus Schweinefleisch hergestellten Wienerli enthalten manchenorts inzwischen nur noch Pouletfleisch – den Muslimen zuliebe. Der Cervelat darf nicht mehr auf dem gleichen Grill liegen wie anderes Fleisch. Während des Ramadan finden an manchen Schulen keine Prüfungen, keine Sporttage und natürlich auch keine Schulreisen statt. Am Bayram muss man schon gar nicht mehr zur Schule – eine SMS an die Lehrerin genügt.

Wenn der Westen solches toleriert, ist er dem Untergang geweiht. Denn viele derjenigen, die von unserer Gesellschaft Toleranz fordern, verachten sie genau wegen unserer Schwäche gegenüber solchen Forderungen.

Was kommt als Nächstes? Was, wenn Sanitäter, Polizisten, Chauffeure oder Angehörige anderer Berufsgattungen muslimischen Glaubens bald spontan und überall die Arbeit niederlegen, um Allah zu huldigen?

Mit dem Minarettverbot und dem Verhüllungsverbot haben wir klare Zeichen gesetzt. Die Schweiz ist gut beraten, ihre Sitten, Gebräuche und die christlich-abendländische Kultur auch weiterhin durchzusetzen.

Muris Begovic kam übrigens mit elf Jahren in die Schweiz und liess sich erst mit 28 Jahren einbürgern – möglicherweise, um die Rekrutenschule zu umgehen. Der Grad eines Hauptmanns wurde ihm dennoch im Rahmen einer Schnellbleiche von wenigen Wochen verliehen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.