«Das Schlachtfeld vorbereiten»: CDU-Kiesewetter im Konfrontations-Modus gegen Russland. Der deutschen Politik fehlen «Brückenbauer»
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«Das Schlachtfeld vorbereiten»: CDU-Kiesewetter im Konfrontations-Modus gegen Russland. Der deutschen Politik fehlen «Brückenbauer»

«Das Schlachtfeld vorzubereiten» – das steht laut dem CDU-Politiker Roderich Kiesewetter hinter den Drohnenüberflügen. Der Verteidigungspolitiker verortet – wer hätte es gedacht – hinter den Drohnen Russland.

Es wird immer deutlicher: Während Deutschland Milliarden in das politische Grossprojekt «Kriegstüchtigkeit» pumpt und dabei auch Brücken panzerfest machen will, vernachlässigt die vorherrschende Politik völlig jene Brücken, auf die es wirklich ankommt.

SEBASTIAN GOLLNOW / KEYSTONE
«Das Schlachtfeld vorbereiten»: CDU-Kiesewetter im Konfrontations-Modus gegen Russland. Der deutschen Politik fehlen «Brückenbauer»
SEBASTIAN GOLLNOW / KEYSTONE

Wo ist der deutsche Brückenbau zwischen West und Ost? Wo sind die Brücken des Friedens, um die Deutschland einmal in tiefer Demut mehr als nur bemüht war? Wo sind jene Brücken, die Deutschland und Russland im Geiste, in der Politik, in der Diplomatie und in dem unaufhörlichen Bemühen, Lösungen für Probleme zu finden, verbunden haben?

Was ist das für eine Aussage von Kiesewetter, wonach es so erscheint, als sei das Unvorstellbare längst ausgemachte Sache? Wenn, wie der CDU-Mann sagt, es um die Vorbereitung des «Schlachtfeldes» gehen sollte, dann reden wir von einem realen, heissen Krieg zwischen Deutschland und Russland, zwischen Russland und der Nato. Dem Brückenabbau im Geiste folgt also der Dritte Weltkrieg in der Realität?

Die Sprache im Kopf der Kalten Krieger, aber – und das ist das Erschreckende – auch in weiten Teilen der deutschen Politik, betreibt längst Sabotage an jenen Brücken, die über viele Jahrzehnte mit diplomatischer «Ingenieurskunst» aufgebaut wurden. Auf dem Fundament einer verheerenden Vergangenheit haben einsichtige und mit Taktgefühl ausgestattete Politiker Brücken errichtet, die Dialog auf Augenhöhe und mit Respekt ermöglichten. Heute sehen wir, wie diese Brücken regelrecht weggesprengt werden.

«Putin muss jetzt einsehen, dass ihn Krieg teurer zu stehen kommt als ein verhandelter Frieden», sagte Friedrich Merz gerade auf der Plattform X. Der Kanzler der Republik scheint die Ansprache an einen Buben, der mit dem Fussball eine Fensterscheibe kaputtgemacht hat, mit der Ansprache an den Präsidenten einer Atommacht zu verwechseln.

Die deutsche Russlandpolitik ist längst zu einem verbalen Schlachtfeld geworden. Wo sind neue Brückenbauer?

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