Im üblichen Angriffsmodus ging die Sendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens auf den amerikanischen Präsidenten los: «Trump führt südafrikanischen Präsidenten vor» wurde getitelt. Er habe Cyril Ramaphosa im Weissen Haus «blossgestellt» und ihm überraschend Video-Aufnahmen gezeigt.
Es sei ein schrecklicher Anblick, meinte Trump zur Ermordung weisser Farmer in Südafrika. Doch SRF weiss es besser: «Fachleute widersprechen Trumps Darstellung eines angeblichen Völkermords.» Der US-Präsident greife eine «in rechtsextremen Kreisen verbreitete Verschwörungstheorie vom sogenannten weissen Genozid auf».
Trump habe auch ausgedruckte Artikel über «angebliche Gewalt an weissen Landwirten» in die Höhe gehalten und seinem afrikanischen Staatsgast einen «Papierstapel mit scheinbaren Beweisen» überreicht. Dann erinnerte SRF an das frühere «rassistische Apartheid-Regime, das die schwarze Bevölkerungsmehrheit systematisch diskriminierte». Überhaupt sei der «Grossteil der landwirtschaftlichen Fläche im Besitz von Angehörigen der kleinen weissen Minderheit».
Selber schuld, wenn sie jetzt totgeschlagen werden – lautet ungefähr das Motto unseres Zwangsgebühren-Fernsehens. Das tönte dort auch schon anders. Eine Sendung von SRF-«Reporter» am 26. August 2020 trug den Titel «Albtraum Südafrika – Weisse Farmer fliehen». Dort seien «Überfälle und Morde an der Tagesordnung».
Und weiter: «Weisse Farmer fühlen sich besonders bedroht. Wer kann, verlässt das Land.» Gezeigt wurden bei SRF-«Reporter» Auswanderer aus der Ostschweiz, die «in ständiger Angst» leben müssten: «Denn die Gewalt hat das Land fest im Griff. Aus dem Traum wurde ein Albtraum.»