Die frühere deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine Rede vor nur wenigen Zuhörern gehalten. Dies berichtet Apollo News. Die Präsidentin der UN-Generalversammlung sprach rund zehn Minuten lang in einem kleinen Konferenzraum abseits der Hauptbühne. Mehrere Stühle blieben leer, das Interesse an ihrem Auftritt war überschaubar.
Screenshot WEF
WIESO muss ich in dem kleinsten Raum der ganzen Schweiz meine Rede vor fünf Leuten halten, während Trump die große Bühne bekommt???
— Annalena Baerbock Parody (@baerbockpress) January 21, 2026
Wenn das kein Frauenhass ist, was soll dann bitte Frauenhass sein?! pic.twitter.com/Dw3PwWt8O9
Baerbock thematisierte unter anderem Fake News, Desinformation und die Rolle multilateraler Institutionen. «In normalen Zeiten gäbe es eine einfache, sehr kurze Antwort: Multilaterale Institutionen wie die Vereinten Nationen», sagte sie zur Frage, wer Vertrauen vermittle. «Die Wahrheit ist die Wahrheit. Wir verhandeln nicht über Wahrheiten und Fakten», betonte Baerbock. Desinformation werde gezielt als Waffe eingesetzt, auch mithilfe von künstlicher Intelligenz.
In diesem Zusammenhang sprach sie auch über Grönland. Unterschiedliche geopolitische Interessen rechtfertigten nicht, die Souveränität in Frage zu stellen. Die Grönländer «geniessen die gleichen Souveränitätsrechte wie jeder andere auf der Erde», sagte Baerbock.
Zum Abschluss rief sie zu einer «überregionalen Allianz» von Regierungschefs, Wirtschaftsführern und Beamten zum Schutz der internationalen Ordnung auf. Der Applaus fiel verhalten aus, Baerbock verliess danach umgehend die Bühne.