Weil die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) gegen die stark zunehmenden Geschlechtsumwandlungen von Minderjährigen vorgeht, sehen Trans- und Queer-Organisationen rot. Und die roten Parteien sowieso.
Das sei «populistische Stimmungsmache», behaupten sie im Einklang mit den üblichen linken Organisationen und veranstalten entsprechende Demonstrationen und Petitionen – allerdings mit überschaubarer Beteiligung. Besonders auffallend in diesem Kreis ist die Beteiligung der Aids-Seelsorge der katholischen Kirche im Kanton Zürich.
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Die Stellungnahme der Widerständler spricht verharmlosend von der Abgabe von Pubertätsblockern als häufigste medizinische Massnahme, die «reversibel» sei. Abgesehen davon, dass diese Behauptung wissenschaftlich stark hinterfragt wird, wird elegant verschwiegen, dass in Zürcher Spitälern in den letzten fünf Jahren 51 operative Geschlechtsumwandlungen von unter 18-Jährigen durchgeführt wurden. Hier handelt es sich um eine massive Körperverletzung zur Veränderung des biologischen Geburtsgeschlechts, die überdies von allen Prämienzahlern getragen werden muss.
Der Demonstrationsaufruf und die ihn begleitende Petition werfen der Zürcher Gesundheitsdirektion vor, beim Verbot von geschlechtsumwandelnden Eingriffen bei Minderjährigen würden diese Jugendlichen künftig «eine ungewollte, irreversible Pubertät mit hohem psychischem Leidensdruck und erhöhtem Suizidrisiko» erleben. Trans-Jugendliche verdienten «Schutz, medizinische Unterstützung und Respekt».
Das Leben von Teenagern ist den demonstrierenden Organisationen also wichtig. Gut so. Wenn es aber um ungeborenes Leben geht, fällt bei den gleichen Kreisen der Lebensschutz dahin. Ebenso der bei Trans-Jugendlichen eingeforderte «Respekt» und die «medizinische Unterstützung».
So gehören die SP und die Alternative Liste (AL) zu den Initianten der Demonstrationen mit teilweise gewalttätigen Ausschreitungen gegen den «Marsch fürs Läbe» in Zürich, wo sich christliche Kreise gegen die Abtreibung einsetzen. Doch Leben ist offenbar nicht gleich Leben. Von diesem Lebensschutz wollen die Lebensschützer der Trans-Teenager nämlich nichts wissen.