Der EU- und Nato-Professor: Thomas Cottier will die Neutralität schleifen und die Schweiz in machtpolitische Kämpfe verwickeln. Er irrt sich gewaltig
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Der EU- und Nato-Professor: Thomas Cottier will die Neutralität schleifen und die Schweiz in machtpolitische Kämpfe verwickeln. Er irrt sich gewaltig

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Der EU- und Nato-Professor: Thomas Cottier will die Neutralität schleifen und die Schweiz in machtpolitische Kämpfe verwickeln. Er irrt sich gewaltig
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Thomas Cottier war über Jahrzehnte einer der einflussreichsten intellektuellen Euroturbos der Schweiz. Nun schiesst der emeritierte Europarechtler der Universität Bern in der Neuen Zürcher Zeitung gegen alles, was die Schweiz so friedlich und erfolgreich gemacht hat. Sein Ziel: die Eidgenossenschaft auflösen und in eine europäische Grossmacht einbinden.

Anthony Anex/Keystone
Der EU- und Nato-Professor: Thomas Cottier will die Neutralität schleifen und die Schweiz in machtpolitische Kämpfe verwickeln. Er irrt sich gewaltig
Anthony Anex/Keystone

Wer für eine wirksame Landesverteidigung sei, müsse die «Bilateralen III zwingend unterstützen und den Schulterschluss mit der EU befürworten». Die Sicherheit der Schweiz könne im Alleingang nicht mehr gewährleistet werden.

Doch diese «Bilateralen III», wie Cottier die Anbindungsverträge in Übereinstimmung mit der PR-Sprache von Befürwortern und Bundesrat nennt, seien nur der Anfang. Eine nächste Generation bilateraler Abkommen der Schweiz mit der EU («Bilaterale IV») müsse sich «notwendigerweise und rasch mit Schwergewicht auf Resilienz und Zusammenarbeit der Sicherheitspolitik zuwenden». Ein Verteidigungs- und Rüstungsabkommen mit der EU sei erforderlich. Auch müsse sich die Schweiz an dem sich «im Aufbau befindlichen europäischen Pfeiler der Nato» beteiligen.

Diese Anschlussfantasien verbindet Cottier mit einem Angriff auf die bewährte schweizerische Neutralität. «Nur wenige stellen sie grundlegend in Frage», klagt er. Und fügt an: Sie verhindere «heute die wirksame Unterstützung der Ukraine und damit der Frontlinie demokratischer Verteidigung gegen imperiale und autokratische Anfechtung».

Die Neutralität der Schweiz geniesse «in Europa keine Akzeptanz mehr» und stehe einer «notwendigen Bündnispolitik» im Weg.

Die historischen Errungenschaften der Neutralität? Friede statt Vernichtung in zwei Weltkriegen? Die Guten Dienste, die Vermittlung in Kriegen und Konflikten? Das Abseitsstehen von den tödlichen Machtspielen der Grossmächte? Das alles ist für Anschlussapostel Cottier nichts wert.

Dabei ist die Überlegung einfach: Was wäre passiert, wenn sich die Schweiz im Ersten oder im Zweiten Weltkrieg einem Nachbarn angeschlossen und mitgemacht hätte im grossen Morden? Die Frage enthält schon die Antwort. Die Neutralität bewahrte uns davor.

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