Der Fussball verliert einen seiner herausragenden Spieler und eine seiner prägendsten Persönlichkeiten. Lieber Franz, ich verneige mich vor dir und deinem Lebenswerk
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Der Fussball verliert einen seiner herausragenden Spieler und eine seiner prägendsten Persönlichkeiten. Lieber Franz, ich verneige mich vor dir und deinem Lebenswerk

Die Nachricht vom Ableben von Franz Beckenbauer macht mich tief betroffen. Der Fussball verliert einen seiner herausragenden Spieler und eine seiner prägendsten Persönlichkeiten. Will man Franz sportlich würdigen, können nur die grössten Spieler der Geschichte als Massstab gelten: Pelé, das brasilianische Genie, Alfredo di Stéfano, der wunderbare Argentinier – oder Johan Cruyff, der grandiose holländische Offensivvirtuose.

STEFFEN SCHMIDT / KEYSTONE
German soccer legend Franz Beckenbauer, left, receives a medal from FIFA President Joseph Blatter as he becomes a member of the executive committee of the FIFA during the 57th FIFA congress in Zurich, Switzerland, on Thursday, May 31, 2007
STEFFEN SCHMIDT / KEYSTONE

Das erste Mal begegnet bin ich Franz, als ich noch für die Uhrenfirma Longines arbeitete. Am Fest der deutschen Sportjournalisten Anfang der 1970er Jahre in München suchten wir den Fussballer mit dem härtesten Schuss. Beckenbauer hatte nicht den schärfsten Schuss, aber den präzisesten.

Das war durchaus sinnbildlich für die Qualitäten von Franz auf dem Platz – und daneben. Er war ein unfassbar eleganter Spieler; und ein wunderbar eleganter Mensch. Mit Humor, Lebensfreude und der sprichwörtlichen bayrischen Gelassenheit: Schaun mer mal!

Als Spieler gewann er alles, was es zu gewinnen gibt: WM, EM, Meistercup (dreimal), die deutsche Meisterschaft und den Pokal im Multipack. Aber Franz war viel mehr als ein Fussballer. Er war vielleicht der erste Superstar unseres Spiels vom europäischen Festland. Dass er zum «Kaiser» ernannt und zur Lichtgestalt befördert wurde, sagt alles.

Im Herbst seiner Spielerkarriere kam es bei Cosmos in New York zur Vereinigung mit Pelé – vielleicht eines der spektakulärsten Kapitel der Neuzeit.

Doch mit seinem Rücktritt als Aktiver war die Erfolgsgeschichte noch lange nicht zu Ende. 1990 führte Beckenbauer die deutsche Nationalelf in Italien als Teamchef (das erforderliche Trainerdiplom besass er nicht) zum WM-Titel. Und 2006 war er als Botschafter massgeblich daran beteiligt, dass die WM-Endrunde in Deutschland stattfand.

Mit Franz Beckenbauer verliert der europäische Fussball seine vielleicht schillerndste Persönlichkeit. Vor allem verlieren wir einen wunderbar charmanten, herzensguten und lieben Menschen.

Lieber Franz, ich verneige mich vor dir und deinem Lebenswerk – und spreche deiner Familie mein tiefes Beileid aus. Ruhe in Frieden.

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